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Zürcher Meldetool verzeichnet über 2800 sexistische Übergriffe

Keystone-SDA

Über 2800 sexistische oder queerfeindliche Übergriffe sind auf der Meldeplattform "Zürich schaut hin" bereits gemeldet worden. Die Fachstelle für Gleichstellung sieht das Projekt als etabliert an. Weitere Städte übernahmen es bereits.

(Keystone-SDA) Im Rahmen des Weiterbildungsangebots sind mindestens 2100 Menschen geschult, über 50 Weiterbildungsveranstaltungen realisiert und verschiedene Branchen erreicht worden, wie es bei der Stadt Zürich heisst.

Die Zahlen zeigten, dass sich das Projekt etabliert habe, teilte die Fachstelle für Gleichstellung der Stadt Zürich auf Anfrage von Keystone-SDA mitteilt. «Rund ein Drittel der Stadtzürcher Bevölkerung kennt laut einer Sotomo-Umfrage das Meldetool und ein Grossteil der Befragten findet es gut, dass es dieses gibt», sagte Mirjam Gasser, Leiterin der Fachstelle.

«Wir schauen hin» wurde am 25. Juni als gemeinsames Meldetool der Städte Zürich, Bern und Luzern lanciert. Es basiert auf bisherigen Angeboten, die seit Frühling 2021 in Betrieb sind. Auf diesen können sexistische und queerfeindliche Vorfälle anonym gemeldet werden. Das Tool bietet auch Informationen über rechtliche Möglichkeiten und Beratungsangebote.

Sexistische und queerfeindliche Belästigungen und Überfälle können nun auch in Kloten und Biel gemeldet werden, die beiden Städte kamen bei der Lancierung im Juni dazu. Weitere Gemeinden prüfen laut Gasser ebenfalls die Übernahme der Plattform.

Fixes städtisches Angebot

Das Projekt «Zürich schaut hin» war zuerst zeitlich begrenzt. Seit Anfang des Jahres wird es als fixes städtisches Angebot weitergeführt. Die bisherigen Massnahmen, wie beispielsweise Zivilcourage-Kurse oder Weiterbildungen im Nachtleben, finden weiterhin statt. Zudem wurden verschiedene Formate im Bereich der häuslichen Gewalt angeboten, insbesondere zur Stärkung des sozialen Umfelds.

Denn der öffentliche Raum der Stadt Zürich soll allen gleichermassen offenstehen. Die Menschen sollen sich sicher fühlen – unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Hautfarbe oder ihrer Geschlechtsidentität.

Das Projekt ist einerseits Bestandteil des Gleichstellungsplans der Stadt Zürich und andererseits eine Massnahme zur Umsetzung der Istanbul-Konvention. Diese verpflichtet die Schweiz, Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt zu bekämpfen.

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