1.-Mai-Demonstration zieht sich hunderte Meter durch Zürich
In der Stadt Zürich haben tausende Demonstrierende am Tag der Arbeit demonstriert. Die Organisatoren zählten 15'000. Als die Abschlusskundgebung begann, waren noch viele Gruppen unterwegs.
(Keystone-SDA) Die grosse Kundgebung verlief weitgehend friedlich. Unterwegs kam es aber zu vereinzelten Sachbeschädigungen. Aus einer grossen Gruppierung von linksextremen Organisationen lösten sich Vermummte an der Bahnhofstrasse. Sie versprayten Wände und Schaufenster, zündeten Böller und Pyros.
Die Polizei sicherte die Route unter anderem mit einem Wasserwerfer. Aus dem «revolutionären Block» flogen Gegenstände in Richtung der Polizisten und die Menge skandierte Anti-Polizei-Parolen.
Am Umzug waren viele Palästina-Fahnen, solche mit kommunistischen Motiven, Vertretungen von SP, diverse Gewerkschaften, aber auch kurdische und tamilische Gruppierungen zu sehen. Die Innenstadt blieb über längere Zeit blockiert, der Verkehr stand still.
Gegen SVP-Initiative
Der offizielle Umzug führte vom Helvetiaplatz durch die Innenstadt zum Sechseläutenplatz. An der Abschlusskundgebung hielten ein italienischer Gewerkschafter und die Zürcher Neo-Nationalrätin Michèle Dünki-Bättig (SP) die Reden.
«Ohne uns Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer läuft dieses Land nicht», sagte Dünki-Bättig. Ihre Rede richtete sich unter anderem gegen die Nachhaltigkeitsinitiative der SVP. Die Arbeitnehmenden sollen solidarisch sein und sich nicht spalten lassen, forderte sie.