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Türe Nummer 18: Kanton Luzern

Der Erfinder des Willisauer Ringlis stammt nicht etwa aus dem Kanton Luzern. lamiacucina

Heute stellen wir Ihnen ein geschichtsträchtiges Gebäck aus dem Luzerner Hinterland vor. 

Dieser Inhalt wurde am 18. Dezember 2019 - 00:00 publiziert

Das Willisauer RingliExterner Link wird noch heute wie schon 1850 im Herzen des Städtchens Willisau produziert. Denn nur dann ist es ein Original Willisauer Ringli. 

Es gehört zu den bekanntesten "Guetzlis" der Schweiz, viele Touristen besuchen alleine der Spezialität wegen das charmante Städtchen. Das tat auch ich am vergangenen Wochenende - sehen Sie hierExterner Link

Typischerweise ist das Willisauer Ringli steinhart und es empfiehlt sich, es vor dem Verzehr in eine Tasse Kaffee oder Tee zu tauchen, um den Gang zum Zahnarzt zu vermeiden.

Das Originalrezept der Willisauer Ringli von Heinrich Maurer lautete folgendermassen: 7 Pfund Zucker, 7 kleinere Tassen Wasser, Rinde von zwei Zitronen und einer Orange und ca. 5 1/2 bis 6 Pfund Mehl. Hinzu kommen geheime Gewürze, die den Geschmack ausmachen.

Der Erfinder war aber nicht etwa ein waschechter Willisauer – er war AargauerExterner Link. Heinrich Maurer wurde am 19. Dezember 1819 als Sohn eines Bauern in Schmiedrued geboren.

Da das Originalrezept geheim ist, hier eine Annäherung: 

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Das Rezept: 

Zutaten: gibt etwa 30 Ringli auf 2 Blechen

150 g Vollkornmehl (1100, Ruchmehl); 60 g Weizenstärke (Epifin); 30 g Roh-Rohrzucker; 40 g Kristallzucker; 70 g Waldhonig; 70 g Zitronat; 50 g Orangensaft; 5 g Zitronensaft; Abrieb einer ganzen, grossen Bio- Zitrone; 1 g Hirschhornsalz (Ammoniumcarbonat, als Triebmittel), brauchts aber nicht.

Gewürze: knapper 1/2 Teelöffel Sandelholzpulver (400 mg); 1 Messerspitze Zimt (200 mg); 1 kleine Messerspitze Koriander (100 mg); Prise Salz; Hagelzucker

Zubereitung:

Honig und die Hälfte der Zucker in den Zitrussäften unter leichtem Erwärmen lösen, Gewürze unterrühren. Zitronat mit dem Rest des Zuckers im Cutter fein hacken, und mit dem Mehl und (allenfalls dem Hirschhornsalz) vermischen.

Honiglösung zugiessen und zu einem festen, ziemlich klebrigen Teig verkneten. Mindestens 2 Stunden ruhen lassen, dann zwischen leicht bemehltem Backtrennpapier mit Hilfe von Hölzchen 3-4 mm dick auswallen, etwas Hagelzucker aufstreuen und einwallen.

5 cm grosse Kreise ausstechen, mit dem Stiel eines Holzlöffels oder einem Apfelausstecher ein Loch durchdrücken und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Mit kaltem Wasser (aus der Sprayflasche) besprühen. 20 Minuten bei 175°C backen im oberen Teil des Ofens.

Quelle: lamiacucina.blogExterner Link)


Der Advent ist – zumindest in der Schweiz – die Zeit der Mandarindli, Weihnachtsguetzli und des Glühweins. Er ist aber auch die Zeit der Besinnlichkeit, des Lichts, der Vorfreude, Familie und Heimat. Ebendiese Heimat möchten wir Ihnen in der Vorweihnachtszeit Tag für Tag, Adventstürchen für Adventstürchen näherbringen.

Wir begleiten Sie durch die Adventszeit und stellen Ihnen jeden Tag eine kulinarische Spezialität aus einem anderen Kanton vor. Ein Stück Heimat also – egal, wo Sie gerade sind.

Und falls Sie die Lust zum Nachbacken oder -kochen packt, liefern wir Ihnen gleich das Rezept dazu.

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