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AKTIEN FRANKFURT: Dax schwächelt nach guter Vorwoche

FRANKFURT (awp international) – Nach der starken Vorwoche hat dem Dax am Montag die Kraft für weitere Kursgewinne gefehlt. Mangels richtungsweisender Impulse sank der deutsche Leitindex bis zum Nachmittag um 0,20 Prozent auf 6.740,98 Punkte, nachdem er vergangene Woche insgesamt mehr als zwei Prozent zugelegt und auf dem höchsten Stand seit Juni 2008 geschlossen hatte. Der TecDax gab um minimale 0,04 Prozent auf 817,34 Punkte nach. Einzig der MDax hielt sich prozentual unverändert bei 9.450,81 Punkten.
Händler Stefan Söllner von der Postbank konnte der Marktentwicklung indes Positives abgewinnen. «Nachdem der Dax letzte Woche so hoch gelaufen ist, hält er sich aktuell noch ganz gut», sagte der Experte. Angesichts weiter bestehender Sorgen wie etwa über die finanziellen Probleme in Irland wäre eine ungebremste Aufwärtsentwicklung auch zu viel erwartet.
ZAHLEN DER COMMERZBANK ENTTÄUSCHEN ? EON UNTER DRUCK
Auf Unternehmensseite dominierte auch am Montag wieder die Berichtssaison: So kam die teilverstaatlichte Commerzbank im dritten Quartal nicht so gut voran wie von Experten erhofft, was die Aktien um 4,09 Prozent auf 6,353 Euro absacken liess. Der operative Gewinn war geringer ausgefallen als im Vorjahr und im Vorquartal. «Einige Marktteilnehmer haben auf einen guten Ausblick für 2011 und einen hervorragenden Quartalsbericht als Vorbereitung für die kommende Kapitalerhöhung gehofft», sagte ein Marktteilnehmer mit Blick auf die Aussage der Commerzbank, im kommenden Jahr den operativen Gewinn steigern zu wollen. Der Markt habe hier aber bereits mit einem Anstieg um 70 Prozent gerechnet, so der Börsianer. Vor diesem Hintergrund seien die Ergebnisse «alles andere als überzeugend».
Für die Eon-Papiere ging es um 1,86 Prozent auf 22,20 Euro nach unten. Eon-Chef Johannes Teyssen plant nach einem «Spiegel»-Bericht einen radikalen Umbau des grössten deutschen Energiekonzerns. Zudem stufte Nomura die Titel wegen voraussichtlich fallender deutscher Strompreise von «Buy» auf «Neutral» ab und senkte das Kursziel von 34,00 auf 27,50 Euro. Dagegen konnten die Anteilsscheine von Adidas um 1,63 Prozent auf 47,055 Euro zulegen. Der Sportartikelhersteller will seinen Umsatz in den kommenden Jahren deutlich steigern. Siemens verteuerten sich um 1,05 Prozent auf 84,78 Euro, nachdem die «Financial Times Deutschland» berichtet hatte, der Industriekonzern wolle seinen Aktionären einen deutlichen Aufschlag auf die Dividende zahlen.
GERÜCHTE TREIBEN HOCHTIEF – TUI KÜNDIGT PREISSTEIGERUNGEN AN
Zahlen gab es noch aus dem MDax. Aktien von Gildemeister drehten nach anfänglichen Gewinnen ins Minus und büssten zuletzt 1,52 Prozent auf 13,295 Euro ein. Der Werkzeugmaschinenbauer blickt nach einem starken dritten Quartal etwas optimistischer auf das Gesamtjahr als zuletzt und kündigte für die erste Hälfte 2011 eine Kapitalerhöhung an. Händler werteten die Zahlen als «solide», aber nicht «hervorragend». Allerdings hatten die Gildemeister-Titel seit Anfang September in der Spitze auch um mehr als 42 Prozent gestiegen und schnitten damit deutlich besser ab als der Index der mittelgrossen Werte.
Hochtief-Titel stiegen um 1,41 Prozent auf 62,69 Euro. Händlern zufolge kursieren am Markt vage Spekulationen, dass der Baukonzern ACS sein Übernahmeangebot nochmals erhöhen könnte, was die Spanier aber umgehend dementierten. Auch Tui legten 1,19 Prozent auf 8,229 Euro zu. Der Reiseveranstalter hat für diesen Winter ein sattes Plus bei den Buchungen bekanntgegeben und kündigte wie zuvor bereits andere Anbieter für die kommende Sommersaison steigende Preise an.
Starke Zahlen gab es indes im Technologiewerteindex TecDax. Analysten lobten sowohl des Umsatz als auch die operative Entwicklung des Telekomanbieters QSC , dessen Aktien um 2,75 Prozent auf 1,87 Euro kletterten. Dass der Spezialmaschinenbauer Manz trotz einer kräftigen Umsatzsteigerung in den ersten neun Monaten im laufenden Quartal nur noch mit einem ausgeglichenen Jahresergebnis rechnet, schmeckte den Anlegern hingegen nicht: Die Aktie büssten 2,58 Prozent auf 50,57 Euro ein./tih/rum
— Von Timo Hausdorf, dpa-AFX —

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