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Holcim wegen einmaliger Steuer in Amerika in Verlustzone gerutscht

Dieser Inhalt wurde am 04. Mai 2010 - 08:05 publiziert
(Keystone-SDA)

Zürich - Der Zementkonzern Holcim ist im ersten Quartal wegen einer einmaligen Steuerbelastung in Amerika in die Verlustzone gerutscht. Unter dem Strich musste Holcim ein Defizit von 68 Mio. Fr. hinnehmen nach einem Gewinn von 74 Mio. Fr. ein Jahr zuvor.
Eine Bereinigung der Beteiligungsstrukturen in Nordamerika schmälerte den Reingewinn um 182 Mio. Franken, wie das Unternehmen bekannt gab. Ohne diese Bereinigung hätte der Konzerngewinn um 27,2 Prozent zugelegt.
Der so genannte betriebliche EBITDA (operativer Gewinn vor Abschreibungen und Amortisationen) stieg um 19,1 Prozent auf 909 Mio. Franken. Der Umsatz des zweitgrössten Zementkonzerns der Welt nach der französischen Lafarge nahm um 4,8 Prozent auf 4,741 Mrd. Fr. zu.
Damit hat Holcim die Erwartungen der Analysten beim Umsatz leicht verfehlt, beim Gewinn indes übertroffen. Die Auguren hatten laut der Nachrichtenagentur AWP mit einem Umsatz von 4,78 Mrd. Fr. und einem betrieblichen EBITDA von 817 Mio. Fr. gerechnet. Beim Konzerngewinn hatten sie ein Minus von 78 Mio. Fr. vorhergesagt.
Man habe in den ersten drei Monaten von 2010 wieder mehr Zement, Zuschlagsstoffe und Transportbeton verkauft, teilte Holcim mit. Der Wachstumskurs in den aufstrebenden Märkten - speziell in Asien - habe sich fortgesetzt. Allerdings dämpfen der schneereiche Winter und die schwache Wirtschaftslage die Bautätigkeit in Europa und Nordamerika.
Die weitere Entwicklung am Markt bleibe in Europa und Nordamerika unsicher. Erst die kommenden Monate würden zeigen, ob die schwache Nachfrage im ersten Quartal mehr auf den harten Winter oder eher auf die Konjunktur zurückzuführen sei. Holcim rechne aber in Lateinamerika sowie in Afrika und Nahem Osten mit einem stabilen Geschäft. Asien und Ozeanien würden auf dem Wachstumspfad bleiben.

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