Navigation

Regenwaldschützer Bruno Manser ist seit zehn Jahren verschollen

Dieser Inhalt wurde am 07. Mai 2010 - 21:56 publiziert
(Keystone-SDA)

Bern - Seit zehn Jahren ist Bruno Manser verschollen. An einer öffentlichen Gedenkfeier in Basel wird am Samstag an den Schweizer Regenwaldschützer erinnert. Bereits heute empfing das EDA in Bern eine Delegation aus Sarawak, wo Manser lange gelebt hatte.
Vertreter der Politischen Abteilung IV (Menschliche Sicherheit) des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) empfingen im Namen von Aussenministerin Micheline Calmy-Rey eine sechsköpfige Delegation von Ureinwohnern Borneos. Drei weitere Delegationsteilnehmer vertraten den Bruno Manser-Fonds.
Bei der Gedenkveranstaltung vom Samstag in der Offenen Kirche Elisabethen in Basel werden der malaysische Landrechtsanwalt Baru Bian, der Basler Regierungspräsident Guy Morin, Thomas Stocker vom UNO-Klimarat IPCC sowie Mansers Schwester Monika Niederberger Manser erwartet, wie der Bruno-Manser-Fonds mitteilte.
Der 1954 geborene Manser hatte von 1984 bis 1990 beim Volk der Penan im Urwald des malaysischen Bundesstaates Sarawak auf der Insel Borneo gelebt und darüber in seinen "Tagebüchern aus dem Regenwald" berichtet.
Nach seiner Rückkehr in die Schweiz engagierte er sich mit spektakulären Aktionen gegen die Abholzung der Regenwälder und gegen die Zerstörung der Lebensgrundlage der rund 10'000 Penan durch immer mehr Holz- und Palmölfirmen.
In der Schweiz wurde Manser vor allem mit einem 60-tägigen Hungerstreik vor dem Bundeshaus in Bern 1993 bekannt. Die damalige Bundesrätin Ruth Dreifuss gesellte sich zeitweilig dazu und beteiligte sich an einer Pullover-"Lismete" mit Manser.
Manser reiste 2000 wieder ins Gebiet der Penan-Waldnomaden und gilt seit dem Mai 2000 verschollen. Sein letztes Lebenszeichen, ein Brief an seine Freundin in der Schweiz, datiert vom 23. Mai 2000.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?