Barenboim mit Preis des Westfälischen Friedens ausgezeichnet
(Keystone-SDA) Münster – Der Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper, Daniel Barenboim, ist für sein Engagement im Nahen Osten mit dem Preis des Westfälischen Friedens ausgezeichnet worden.
Bei der Verleihung am Samstag in Münster sagte der Dirigent, der Streit zwischen Israelis und Palästinensern sei «ein menschlicher Konflikt zwischen zwei Völkern». Mit Musik versuche er, sie zusammenzubringen.
Barenboim teilt sich den mit 50’000 Euro dotierten Preis mit dem von ihm gegründeten Jugendorchester «West-Eastern Divan Orchestra», in dem junge Juden, Muslime und Christen gemeinsam musizieren.
Der Preis zeichnet internationale Persönlichkeiten und Jugendgruppen aus, die sich für Europa und den Frieden einsetzen. Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre in Münster von der Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen und Lippe, einem Zusammenschluss aus Unternehmern der Region, vergeben.
Zu früheren Preisträgern zählen der ehemalige UNO-Generalsekretär Kofi Annan und der ehemalige Bundeskanzler Helmut Kohl. Der Preis erinnert an den Westfälischen Frieden, der 1648 in den Rathäusern von Münster und Osnabrück geschlossen wurde. Der Vertrag beendete den Dreissigjährigen Krieg.