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Baugesuche sollen im Thurgau künftig digital abgewickelt werden

Keystone-SDA

Im Kanton Thurgau sollen Baugesuche künftig vollständig digital eingereicht und bearbeitet werden können. Der Regierungsrat hat die dafür nötigen Gesetzesänderungen in die externe Vernehmlassung geschickt. Die Einführung der neuen digitalen Portale kostet einmalig rund 1,2 Millionen Franken.

(Keystone-SDA) Im Thurgau galt bisher im Baubewilligungs- und Einspracheverfahren sowie im Nutzungsplanverfahren der Grundsatz der Schriftlichkeit. Neu können Baugesuche digital abgewickelt werden. Das schreibt der Kanton Thurgau am Freitag in einer Mitteilung.

Dazu seien unter anderem verschiedene Anpassungen am Planungs- und Baugesetz erforderlich. Diese Änderungen hat der Regierungsrat des Kantons Thurgau laut Mitteilung nun in eine externe Vernehmlassung gegeben. Die Vernehmlassung dauert bis am 11. Dezember 2026.

Kanton stellt kürzere Bearbeitungszeiten in Aussicht

Das Projekt Geo2020 sei im Kanton Thurgau ein Vorreiter im Bereich der Digitalisierung gewesen, heisst es weiter. Ziel seien eine bessere Datenqualität und kürzere Bearbeitungszeiten sowie die Implementierung von vollständig digitalen Prozessen gewesen. Das solle zu Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen bei Kanton und den Politischen Gemeinden führen.

Die wichtigsten Änderungen betreffen gemäss Kanton die Themen Baugesuche – diese können neu digital über «eBau» abgewickelt werden – und Nutzungspläne, bei denen zukünftig die digitalen Daten rechtsverbindlich sind. Auch das Nutzungsplanverfahren wird über das neu geschaffene ePlan-Portal abgewickelt.

Einmalige Kosten von rund 1,2 Millionen Franken

Die Entwicklung und Einführung des eBau- und ePlan-Portals ist laut Kanton mit einmaligen Kosten von insgesamt rund 1,2 Millionen Franken verbunden. Diese Kosten sind durch das Projekt gedeckt, an dem sich die Politischen Gemeinden mit total 590’000 Franken beteiligt haben.

Die jährlich wiederkehrenden Kosten für Support, Wartung und Betrieb der Infrastruktur sowie Weiterentwicklung des Portals schätzt der Kanton ab 2027 auf circa 250’000 Franken. Sie sollen ebenfalls je hälftig vom Kanton und den Politischen Gemeinden getragen werden.

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