Berner Kantonsparlament will Opferhilfe umsetzen
Das Berner Kantonsparlament hat am Dienstag die kantonale Opferhilfestrategie für die kommenden zehn Jahre zur Kenntnis genommen und damit in Kraft gesetzt. Die Regierung muss bei der Umsetzung aber eine Reihe an Massnahmen berücksichtigen.
(Keystone-SDA) Die Strategie sieht namentlich vor, dass eine Fusion der kantonalen Opferhilfeorganisationen – Frauenhäuser, Beratungsstellen – geprüft wird. Ebenfalls eingeplant ist die Finanzierung für ein zweisprachiges Mädchenhaus in Biel, das im Juni somit den Betrieb aufnehmen kann.
Der Grosse Rat genehmigte diese Absichten mit 136 zu 5 Stimmen bei 7 Enthaltungen. In Form von Planungserklärungen erteilte er der Regierung aber zahlreiche weitere Aufgaben. Unter anderem soll sie sicherstellen, dass die Opferhilfe-Hotline auch in der Nacht von geschultem Personal betreut wird.
Vor drei Jahren hatte das Parlament die Strategie zur Nachbesserung zurückgewiesen. Seither erweiterte die Regierung das Opferverständnis und überarbeitete die vorgesehenen Massnahmen, auch um Vorstössen Rechnung zu tragen.