Bündner wollen WEF zurück

Das WEF zieht für seine Veranstaltung Anfang nächsten Jahres nach New York. swissinfo.ch

Das Parlament des Kantons Graubünden hat die Diskussion des Berichts von Peter Arbenz über die Zukunft des World Economic Forums (WEF) in Davos aufgenommen.

Dieser Inhalt wurde am 28. November 2001 - 15:15 publiziert

Mehr als einmal wurde bei den Beratungen eine Bundes-Sicherheitspolizei gefordert. Ohne eine Bundes-Sicherheitspolizei sei das WEF längerfristig in Davos nicht mehr durchführbar.

Die Schweizer Landesregierung müsse das Zepter übernehmen, sagte ein Grossrat aus den Reihen der CVP. Es sei schon fast tragisch-komisch, dass die Schweiz, die für Sicherheit und Ordnung stehe, nicht mehr in der Lage sei, das WEF zu veranstalten.

Ins gleiche Horn stiess der Davoser Grossrat und Landamman Erwin Roffler. Sicherheit sei eine Aufgabe des Bundes. Und wie die vorberatende Kommission forderte auch er, dass der Bund die Kosten für die polizeilichen Massnahmen voll übernehmen soll.

Schwierige Verhandlungs-Partner

Einhellig war die Meinung, dass nach der Verlegung des WEF 2002 nach New York alles unternommen werden müsse, um das Forum im Jahre 2003 nach Davos zurückzuholen. Das Jahrestreffen sei eine Gelegenheit ersten Ranges für die Schweiz, sich der Welt zu präsentieren, Imagepflege und Standortmarketing zu betreiben sowie den Dialog und die Diskussion zu fördern.

Begrüsst wurde auch die von Unternehmens-Berater Peter Arbenz aufgezeigte Öffnung des Weltwirtschafts-Forums durch die neue Plattform "Spirit of Davos". Das WEF soll weg von der Bunkermentalität und durch den Einbezug von Globalisierung-Kritikern zu einer offenen Veranstaltung werden.

Allerdings gab es dazu auch kritische Anmerkungen von einem Mitglied der Vorberatungskommission. Die Gespräche mit Globalisierungs-Gegnern seien ernüchternd ausgefallen. Einzelne wollten aus grundsätzlichen Überlegungen nicht an der neuen Gesprächs-Plattform teilnehmen.

Auch die WEF-Verantwortlichen seien schwierige Verhandlungspartner, deren Selbstbewusstsein "ausserordentlich gross" sei. Sie wollten das Programm von sich aus bestimmen und sich nicht dreinreden lassen.

Debatte über Regierungsbericht

Das kantonale Parlament wird neben dem WEF-Bericht, der nur zur Kenntnis genommen werden kann, zusätzlich den Begleitbericht der Bündner Regierung behandeln. Die Kantonsregierung hat darin sieben Rahmenbedingungen aufgeführt, die sie an eine weitere Durchführung des WEF in Davos knüpft.

swissinfo und Agenturen

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