Weniger Geld für «Präsenz Schweiz»
Die neu gegründete Imagepflegestelle "Präsenz Schweiz" (PRS) soll anstelle der ursprünglich von der Schweizer Regierung vorgesehenen 11,6 Mio. Franken im kommenden Jahr nur 7,5 Mio. Franken erhalten.
Dies hat der Nationalrat, die Grosse Kammer des Schweizer Parlaments, am Dienstag (28.11.) im Rahmen der Beratungen für das Budget 2001 mit 101 gegen 60 Stimmen beschlossen.
«Ich bin der Meinung, dass wir ein Image der Schweiz schaffen, in dem wir zeigen, wo wir stehen – zum Beispiel in Zusammenhang mit der UNO, dem Schweizerischen Umweltschutz und wie wir mit den Menschenrechten umgehen,» erklärte SP-Nationalrat Remo Gysin gegenüber swissinfo. «Es sind mehr die Taten und weniger die Verpackung, die für ein gutes Image zählen.»
Für den designierten Leiter von «Präsenz Schweiz» Johannes Matyassy ist der Entscheid des Nationalrates unverständlich. Der Noch-Generalsekretär der Freisinnigen: «Es ist eine etwas seltsame Politik. Ich habe das Gefühl, dass das Parlament seine Entscheidung aus einer momentanen Gefühlslage heraus getroffen hat.» Noch im März hatte die gleiche Kammer die Gründung von «Präsenz Schweiz» klar unterstützt und einer Aufstockung des Kredits zugestimmt.
Die Verantwortlichen von «Präsenz Schweiz» hoffen nun auf den Ständerat, der auf diesen Entscheid der Grossen Kammer am nächsten Dienstag (05.12) im Rahmen der Budgetdebatte zurückkommen wird.
Johannes Matyassy wird sein Amt am 1. Januar 2001 antreten. Seine erste Aufgabe besteht darin, zusätzliches Personal für die PRS-Geschäftsstelle zu rekrutieren, die ab März 2001 operationell sein soll.
Aufgabe von Präsenz Schweiz ist gemäss Bundesgesetz, im Ausland «allgemeine Kenntnisse über die Schweiz zu vermitteln, Sympathien für die Schweiz zu schaffen sowie die schweizerische Vielfalt und Attraktivität darzustellen».
«Präsenz Schweiz» ist die Nachfolgeorganisation der Koordinationskommission für die Präsenz der Schweiz in Ausland (KOKO).
swissinfo
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