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CH/Affäre Gaddafi: Berufungsprozess gegen Schweizer Göldi erneut vertagt

Tripolis (awp/sda) – Der Berufungsprozess gegen den in Libyen festgehaltenen Schweizer Max Göldi ist am Donnerstag zum zweiten Mal vertagt worden. Das Verfahren soll am 28. Januar fortgesetzt werden.
Dies sagten Emmanuel Altit und Salah Zahaf, die Anwälte des Schweizers. Das Gericht verlange die Anwesenheit von Göldi.
Göldi sei nicht vor Gericht erschienen, sagte Lars Knuchel, Informationschef des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Er bestätigte das neu angesetzte Datum des Verfahrens gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Die Fortsetzung des ebenfalls verschobenen Verfahrens gegen den zweiten Schweizer, Rachid Hamdani, ist auf den 24. Januar angesetzt.
Göldi und Hamdani hatten Berufung eingelegt gegen ihre Verurteilung zu 16 Monaten Gefängnis. In erster Instanz waren sie Ende November wegen Verstössen gegen Aufenthaltsbestimmungen zu dieser Strafe verurteilt worden.
Nicht nur wegen angeblicher Visavergehen läuft ein Verfahren gegen die beiden Schweizer: In einem zweiten Prozess wirft Libyen den Geschäftsmännern illegale wirtschaftliche Tätigkeiten vor. Diese Prozesse wurden ebenfalls bereits vertagt.
Die beiden Schweizer waren am 19. Juli 2008 in der libyschen Hauptstadt Tripolis festgenommen worden. Einige Tage zuvor hatte die Genfer Polizei einen Sohn des libyschen Machthabers Muammar Gaddafi, Hannibal, und dessen Frau wegen Misshandlung von Bediensteten festgenommen. Seither sind die Beziehungen zwischen der Schweiz und Libyen schwer belastet.
tp

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