Das Schweizer Parlament testet KI-Assistenz PIA
Die Mitglieder der eidgenössischen Räte erhalten in der Herbstsession eine neue Künstliche Intelligenz. Sie heisst PIA und soll vom Parlament als sichere Ergänzung zu bestehenden Tools für Anwendungsfälle mit hohen Anforderungen an Datensicherheit genutzt werden.
(Keystone-SDA) Für den rund einjährigen Pilotbetrieb sind Kosten von bis zu 150’000 Franken vorgesehen, wie die Verwaltungsdelegation der Bundesversammlung am Freitag mitteilte. PIA («Parlamenti Intelligentia Artificialis») richte sich an die Ratsmitglieder, deren persönliche Mitarbeitenden, die Fraktionsmitarbeitenden sowie die Mitarbeitenden der Parlamentsdienste.
Das Projekt wird gemeinsam mit der Swisscom umgesetzt. Das Unternehmen stelle den Betrieb und die Datenspeicherung in der Schweiz sicher, um den Datenschutz sowie die Datensouveränität gewährleisten zu können.
Einsatz bei Kommissionsunterlagen
PIA eigne sich aktuell vor allem für die Verarbeitung von Kommissionsunterlagen. Eine umfassende Internetrecherche oder das Abfragen aktueller Daten seien derzeit mit dem verfügbaren Modell nicht möglich, heisst es in der Mitteilung.
Anstoss für die Prüfung einer parlamentseigenen KI-Lösung gab unter anderem eine inzwischen zurückgezogene Motion der Sicherheitspolitischen Kommission des Nationalrates. In der Pilotphase soll nun geklärt werden, wie die KI die parlamentarische Arbeit unterstützen könne. Nach einer Evaluation wird über das weitere Vorgehen entschieden.
Sollte eine Anschlusslösung infrage kommen, würde diese im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens beschafft werden.