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1. Turnier-Sieg für Casanova

Myriam Casanova freut sich über ihren Sieg im Spiel gegen Arantxa Sanchez. Myriam Casanova

Myriam Casanovas Höhenflug macht auch vor grossen Namen nicht Halt. Die Ostschweizerin schlug in Brüssel im Final die topgesetzte Spanierin Arantxa Sanchez.

Das sensationelle 4:6, 6:2, 6:1 gegen Arantxa Sanchez stellt für Myriam Casanova einen knappen Monat nach ihrem 17. Geburtstag die bisherige Krönung ihrer zuletzt steil nach oben verlaufenen Karriere dar. Sie habe immer davon geträumt, einmal gegen Arantxa Sanchez spielen zu können.

«Dass ich sie jetzt geschlagen habe, ist für mich natürlich das Grösste», erklärte Casanova nach dem Spiel vom Sonntag. Sie ist erst die fünfte Schweizerin nach Martina Hingis, Patty Schnyder, Manuela Maleeva Fragnière und Marie-Gaïané Mikaelian die ein WTA-Turnier gewinnen konnte.

Anfangs-Nervosität

Myriam Casanova darf stolz auf ihre Leistung sein. Arantxa Sanchez ist im Ranking wohl nur noch die Nummer 32. Die 30- jährige Ibererin zählte aber während Jahren zu den ganz grossen Figuren auf der WTA-Tour. Unter anderem gewann sie dreimal das French Open (1989, 1994, 1998) und einmal das US Open (1994) und führte 1995 für insgesamt zwölf Wochen die Weltrangliste an.

Zu Beginn des Finals konnte die mit einer Wildcard ausgestattete Myriam Casanova ihre Nervosität nicht verbergen, doch mit Fortdauer der Partie gewann sie gegen eine sichtlich müder werdende Arantxa Sanchez mit ihrem druckvollen Spiel immer mehr die Oberhand.

Schliesslich bezwang sich nach Cristina Torrens-Valero (WTA 41) in der 1. Runde und Virginia Ruano Pascual (WTA 85) im Halbfinal mit Arantxa Sanchez auch die dritte spanische Opponentin in diesem Turnier.

Erstmals unter den Top 100

Ihr erster grosser Sieg bringt der Rheintalerin nicht nur 22’000 Dollar Preisgeld ein, sondern schlägt sich auch im Ranking nieder. Neu ist sie von Platz 119 auf Position 85 vorgerückt und gehört damit erstmals den ersten 100 an. Noch im Februar war sie in der Weltrangliste nicht unter den besten 300 Spielerinnen zu finden gewesen.

Erstmals hatte sich Myriam Casanova Mitte April ins Rampenlicht gespielt, als sie in Budapest in ihrem ersten WTA-Turnier gleich den Final erreicht hatte. Für die damalige Niederlage gegen die Deutsche Martina Müller hatte sie sich in Brüssel im Viertelfinal revanchiert.

Nächste Aufgabe: Fedcup

Einen hervorragenden Eindruck hatte die Rheintalerin zudem in der Fedcup-Begegnung in der Slowakei hinterlassen, in der sie Henrieta Nagyova (damals WTA 44) bezwang. Zuletzt war sie in Wimbledon als Qualifikantin in die 3. Runde vorgestossen.

Der Fedcup steht auch als nächste Aufgabe in Myriam Casanovas Terminkalender. Dank ihrer aktuellen Hochform hat die St. Gallerin gute Chancen, am kommenden Wochenende in der Relegions-Begegnung gegen Schweden in Malmö neben Patty Schnyder wiederum als zweite Einzelspielerin nominiert zu werden.

Teamchef Zoltan Kuharszky hat die Qual der Wahl zwischen ihr und Emmanuelle Gagliardi, die Ende April in Bratislava wegen Röteln gefehlt hatte.

swissinfo und Agenturen

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