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Ist die Eigenverantwortung von Schweizer:innen im Ausland noch zeitgemäss? Und in welchen Situation muss der Staat helfen?

Gastgeber/Gastgeberin

In meiner Arbeit befasse ich mich mit Themen, die für die Schweizerinnen und Schweizer im Ausland relevant sind – von politischen Entwicklungen in der Schweiz und deren Auswirkungen auf die Diaspora bis hin zu sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Fragestellungen. Vor SWI swissinfo.ch habe ich als Lokaljournalistin für die Aargauer Zeitung geschrieben. Ich habe einen Bachelor in mehrsprachiger Kommunikation und - klassisch schweizerisch - eine Lehre als Kauffrau abgeschlossen.

Der Krieg im Nahen Osten hat Tausende Reisende getroffen – darunter auch Schweizerinnen und Schweizer. Viele mussten ihre Rückreise selbst organisieren, oft zu hohen Preisen und unter unsicheren Bedingungen. Der Bund verweist auf ein zentrales Prinzip der Schweizer Konsularpolitik: Wer ins Ausland reist, trägt grundsätzlich Eigenverantwortung. Staatliche Hilfe ist nur subsidiär vorgesehen.

Ist dieses gesetzlich verankerte Prinzip der Eigenverantwortung heute noch zeitgemäss? Oder sollte der Staat seine Bürgerinnen und Bürger in internationalen Krisen stärker unterstützen?

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S
Sawadee Khrap
Der folgende Kommentar wurde automatisch aus FR übersetzt.

Viele sprechen von „Eigenverantwortung“, als sei alles einfach und einheitlich. Doch die Realität der Auslandschweizer ist weitaus differenzierter.____Wenn manche Rentner die Schweiz verlassen, dann nicht aus Opportunismus, sondern oft, weil die Lebenshaltungskosten dort mit einer Rente kaum noch zu bewältigen sind. Das Wegziehen ist auch eine Möglichkeit, sich nach einem Leben voller Beitragszahlungen eine angemessene Lebensqualität zu sichern.____Man spricht oft von denen, die in Schwierigkeiten zurückkehren, aber selten von all jenen, die im Ausland leben, ohne etwas von der Schweiz zu verlangen, und dennoch dem Land verbunden bleiben, es vertreten und dort noch ihre Familie, ihre Geschichte und ihre Wurzeln haben.____Diese Lebenswege auf eine Art «Ausnutzen des Systems» zu reduzieren, erscheint mir nicht nur ungerecht, sondern auch weit entfernt vom Geist der Solidarität, der Teil der Schweizer Identität ist.____Individuelle Verantwortung ist natürlich wichtig. Aber sie sollte nicht als Vorwand dienen, um menschliche Notlagen zu ignorieren oder Menschen gegeneinander auszuspielen.____Eine starke Gesellschaft bedeutet nicht nur, dass jeder für sich selbst sorgt. Es ist auch die Fähigkeit, solidarisch zu bleiben, selbst über die eigenen Grenzen hinaus.

Beaucoup parlent de “responsabilité individuelle” comme si tout était simple et uniforme. Mais la réalité des Suisses de l’étranger est bien plus nuancée.____Si certains retraités quittent la Suisse, ce n’est pas par opportunisme, mais souvent parce que le coût de la vie y devient difficilement supportable avec une rente. Partir, c’est aussi une manière de préserver une qualité de vie décente après avoir cotisé toute une vie.____On parle souvent de ceux qui reviennent en difficulté, mais rarement de tous ceux qui vivent à l’étranger sans rien demander à la Suisse, tout en restant attachés au pays, en le représentant, en y ayant encore leur famille, leur histoire, leurs racines.____Réduire ces parcours à une forme de “profiter du système” me paraît non seulement injuste, mais aussi très éloigné de l’esprit de solidarité qui fait partie de l’identité suisse.____La responsabilité individuelle est importante, bien sûr. Mais elle ne devrait pas servir de prétexte pour ignorer les situations humaines, ni pour opposer les gens entre eux.____Une société forte, ce n’est pas seulement chacun pour soi. C’est aussi la capacité à rester solidaire, même au-delà de ses frontières.

H
Hansi2

Auslandschweizer haben keinen Anspruch auf Leistungen der Schweiz, weil sie keine Steuern zahlen. Sie nützen der Schweiz auch wenig. Die konservativ patriotischen Schweizer Vereine in den USA, die vorwiegend republikanisch wählen, konnten und können bei Trump nichts für die Schweiz herausholen. ____Schlimm sind die Auslandschweizer, die nach der Pensionierung auswandern und, wenn es ihnen schlecht geht, wieder zurückkommen und von der Schweizer Sozialhilfe und Ergänzungsleistungen leben.____Schweizer Touristen im Ausland soll geholfen werden, wenn sie in Gefahr sind. Sie sollen sich aber finanziell beteiligen, wenn ihnen das zumutbar ist., Sicher müssen diejenigen Touristen, die in Ländern reisen, für die eine Reisewarnung gilt, für die Hilfe bezahlen. Und ja, das Prinzip der primären Eigenverantwortung gil. Das EDA ist kein live-style Reisebüro, das eine Reiseversicherung ersetzt.

Thomas Weber
Jean Thomas

Unter dem Motto "Alles ist erlaubt-alles ist möglich" wird gerne das Thema Eigenverantwortung ausgeklammert. Gerade im Nahen Osten wurde bereits früh und genügend informiert über die akute Kriegsgefahr. Ich bin einverstanden, in den massenhaften Beiträgen in den "sozialen Medien" wird die reale Welt kaum erklärt. Manche haben zur Vermeidung von Steuern und Abgaben ihren offizielle Sitz nach Dubai verlegt, obwohl sie ihr Leben eigentlich unter uns verbringen. Deshalb, gerade echten Auslandschweizern ist das Thema Eigenverantwortung zumeist sehr vertraut. Und das ist gut so.

E
Esther Spori

Guten Tag,__Normalerweise kann man das Argument "Eigenverantwortung" akzeptieren.__Aber die heutige Situation kann man nicht als "normal" bezeichnen. Es war nicht vorauszusehen, dass in den Emiratstaaten in Kürze ein Krieg mit Bomben ect. provoziert werden wird. __Es kommt dazu, dass die Flüge für eine Reise dorthin bzw.nach Fernost frühzeitig gebucht werden müssen. __Den Schweizern den "Tipp" zu geben, sich an die Reisebüro u. Fluggesellschaften zu wenden via Tel. oder Mail....solche "Tipps" sind obsolet, da in so einer Situation die Tel. Linien bzw Mails entweder überlastet oder nicht bedient sind. __Für solche ausserordentliche Situationen dürfte man schon erwarten, dass die "offizielle Schweiz" Vorausplanung betreibt für im Fall wenn Hilfe notwendig werden wird ....Ich sehe diese Vorbereitung in Form eines vorbereiteten Planes für Fälle wie Evakuationen aus Kriegsgebieten (auch bei Naturkatastrophen und Ausbruch von Seuchen).__Natürlich müssen diese Evakuationen nicht gratis geleistet werden. Eine Kostenbeteiligung ist sicher angebracht und wird bestimmt gerne geleistet.__In solchen Situationen aber einfach auf Vogelstrauss zu machen und zu sagen: jaja, Eigenverantwortung...__trifft da nicht.....!

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

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