Schweizer Aids-Bekämpfung Spitze
Bei der Bekämpfung von HIV und Aids gehört die Schweiz im europaweiten Vergleich zur Spitzengruppe. Sie liegt hinter Luxemburg und Malta auf Rang drei, wie ein in Brüssel vorgestelltes Ranking zeigt.
Für das Rating der schwedischen Beraterfirma Health Consumer Powerhouse wurden Daten und Expertenmeinungen zu 28 verschiedenen Indikatoren herangezogen – von der Zahl der Aidstoten über Präventions-Bemühungen bis hin zur Diskriminierung von HIV-Patienten.
Insgesamt waren 1000 Punkte möglich. Die Schweiz kam auf 775, Malta auf 791 und Luxemburg auf 857 Punkte. Hinter der Schweiz rangieren Finnland und die Niederlande mit 763 beziehungsweise 760 Punkten. Frankreich landete auf dem 12. Platz, Deutschland auf Rang 13. Österreich auf Platz 16 und Italien belegte mit Rang 27 den drittletzten Platz von 29 Nationen.
Der Schweiz wurde von den Studienautoren eine nahezu perfekte Prävention attestiert. Abstriche gab es hingegen beim Zugang zu Therapie-Angeboten für HIV-infizierte Einwanderer. Zudem wurde kritisiert, dass die Schweiz einer jener Staaten sei, in dem die Weiterverbreitung von HIV am häufigsten bestraft und die Ansteckung kriminalisiert werde.
Ende 2007 lebten schätzungsweise 800’000 HIV-positive Menschen in West- und Mitteleuropa. Das entspricht einer Zunahme von 8,1% gegenüber 2006.
swissinfo.ch und Agenturen
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