Sparen, aber nicht verzichten
Im Gesundheitswesen müsse dringend gespart werden, finden 80 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer. Verzichten wollen sie jedoch nicht: In einer Umfrage stossen vor allem jene Sparideen auf Zustimmung, die bei den anderen ansetzen.
Grossen Zuspruch finden Einsparungen bei Medikamenten, bei der Spitzenmedizin und bei Dienstleistungen der Krankenversicherer. Dies geht aus der am Donnerstag veröffentlichten sondage santé des Krankenkassendachverbands santésuisse hervor. Die grosse Mehrheit wünscht sich auch, dass die Krankenkasse die Arztrechnungen genau kontrolliert.
Auf wenig Gegenliebe stossen dagegen Einsparungen bei Spitex, eine Praxisgebühr, die Erhöhung des Selbstbehalts oder Einschränkungen bei der Arztwahl.
Auf grosse Zustimmung stösst der Vorschlag, dass die Versicherten in jedem Fall zuerst den Hausarzt konsultieren müssen. Nicht erwünscht ist gemäss der Umfrage aber ein grundlegender Systemwechsel.
Mehr als 30% der Befragten halten ihre Prämien für zu hoch – vor einem Jahr waren es noch 20%.
Die Umfrage wurde vom Marktforschungsinstitut Demoscope zwischen dem 8. und 28. Juni 2009 bei 1201 Personen zwischen 15 und 74 Jahren aus allen Landesteilen durchgeführt.
swissinfo.ch und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch