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FRANKFURT/MAIN (awp international) - Die Deutsche Börse will sich neuen Kundengruppen öffnen und damit den Banken Konkurrenz machen. "Wir wollen künftig mehr Geschäft direkt mit institutionellen Investoren machen - mit Fondsgesellschaften, Pensionskassen, Versicherungen", sagte Vorstandschef Reto Francioni der "Welt am Sonntag". Bislang laufen die Wertpapiergeschäfte institutioneller Investoren in der Regel über die Handelsabteilungen der Banken.
Gerade im Bereich der Risikokontrolle könne der Dax-Konzern den Investoren eine Menge bieten, betonte Francioni: "Wir haben viele Informationen über den Markt, sind aber anders als Banken neutral und unabhängig."
Die Offensive ist Teil der neuen Wachstumsstrategie der Deutschen Börse namens "New Landscape". Dabei setzt Francioni auch auf eine strengere Regulierung der Finanzmärkte. "Produkte, die ganze Märkte bewegen und dabei auch gefährden können, müssen künftig über die Börsen gehandelt oder zumindest über ein Clearinghaus abgewickelt werden", sagte er. Er verwies auf Branchenschätzungen, denen zufolge 84 Prozent aller Derivate ausserhalb der Börsen, vor allem zwischen Banken, den Besitzer wechseln.
Francioni warnte in diesem Zusammenhang allerdings vor nationalen Alleingängen. "Es bringt recht wenig, wenn Deutschland bei irgendeiner Art von Regulierung in Vorleistung tritt", sagte er. Die Bundesregierung hatte unlängst mit einem überraschend eingeführten Leerverkaufsverbot für Schlagzeilen gesorgt.
Zu der erstmals vorgestellten Wachstumsoffensive gehört auch die Ausweitung des Geschäfts in Wachstumsregionen. "Wir wollen weiter nach Asien, Osteuropa und Nahost vorstossen", sagte Francioni der Zeitung. Da vor allem in Asien Übernahmen schwierig seien, setze die Deutsche Börse auf Kooperationen. So werde die Terminmarkttochter Eurex künftig Optionen auf den wichtigsten südkoreanischen Index handeln und abwickeln, gleiches gelte für die Börse in Bombay.
Im Zuge der Finanzkrise war der Gewinn der Deutschen Börse im vergangenen Jahr um die Hälfte eingebrochen. Die Unternehmensführung reagierte darauf zunächst mit umfangreichen Sparmassnahmen. Unter anderem kündigte sie im Frühjahr an, dass 370 der rund 3300 Stellen abgebaut oder an den billigeren Standort Prag verlagert werden./mda/DP/stb

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