Echo der Zeit
Chinesischer Dissident erhält Nobelpreis
Das Nobelkomitee in Oslo verleiht dem 54-jährigen Schriftsteller Liu den Friedensnobelreis für seinen langjährigen gewaltfreien Einsatz für die Menschenrechte in China. Wer ist Liu Xiaobo? Dazu ein Gesräch von Phili Scholkmann mit China-Korresondent Urs Morf.Chinas Regierung wirft dem Nobelkomitee vor, seine Prinziien zu verraten. Dennoch sickert die Nachricht auch in China durch. Professor Xu Youyu, einer der wichtigsten Weggefährten des Nobelreisträgers, wertet die Auszeichnung als kleine Entschädigung für das, was China Liu angetan habe. Länder im Westen machen Druck und fordern, dass Liu aus dem Gefängnis entlassen wird. Welche Chancen hat das, wie wirkt sich die Vergabe des Friedensnobelreises auf die andern chinesischen Bürgerrechtler aus? Dazu sricht Phili Scholkmann nochmals mit China-Korresondent Urs Morf.
Obamas Sicherheitsberater Jones nimmt den Hut
US-Präsident Barack Obama verliert ein weiteres Kabinettsmitglied – bereits das fünfte inner kurzer Zeit: Jetzt tritt Sicherheitsberater James Jones zurück.
Sarkozy besucht den Papst in Rom
Kurz nach seiner Wahl bat der französische Staatsräsident Sarkozy bereits einmal um ästlichen Segen. Lange her – doch nun versürt Sarkozy offenbar erneut das Bedürfnis um Beistand des Stellvertreters Christi. Oder doch nur um jenen der katholischen Wählerschaft? Diese goutiert Sarkozys harte Romaolitik immer weniger.
Umstrittene Israelreise des Schweizer Verteidigungsministers
Bundesrat Ueli Maurer reist nach Israel und sorgt für heisse Diskussionen. Linke Organisationen kritisieren, der Besuch Maurers bei seinem israelischen Amtskollegen Ehud Barak bedeute eine Unterstützung der israelischen Besatzungsolitik und asse nicht zum Schweizer Friedens-Engagement im Nahen Osten. Das Verteidigungsdeartement hingegen betont, wie wichtig der Gedankenaustausch zwischen den beiden Ländern sei und welche Bedeutung die militärische Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Israel habe.
«Rotes Wien» vor dem Aus?
Am Sonntag entscheidet sich, ob das legendäre «Rote Wien» weiter Bestand hat. Herausgefordert werden die Roten der SPÖ von den Blauen, den rechtsoulistischen Freiheitlichen. Diese wollen das Machtmonool der Sozialdemokraten in der österreichischen Hautstadt brechen, und das ganz besonders bei den Bewohnerinnen und Bewohnern der günstigen Wohnungen, die der Stadt gehören.
Spieler zwischen den Welten
Fussball ist gelebte Multikulturalität: Der Albaner Shaqiri sielt für die Schweizer Nationalmannschaft, ebenso die aus der Türkei stammenden Derdyok, Inler und Yakin, und aus Italien stammt Benaglio. Beim Gegner vom Freitag, bei Montenegro, sielt hingegen ein Schweizer mit, Elsad Zverotic, der als vierjähriger Junge mit seinen Eltern ins Toggenburg, nach Wattwil kam.
Cannabis-Freistaat Kalifornien?
Marihuana gilt in Kalifornien seit 14 Jahren als Medikament und darf auf ärztliche Emfehlung hin straffrei konsumiert werden. Am 2. November nun stimmt Kalifornien darüber ab, ob Anbau, Verkauf und Konsum von Marihuana allgemein erlaubt werden sollen. Hunderttausende kiffen seit 1996 legal, Millionen weitere tun es verbotenerweise. Schon jetzt ist Marihuana das mit Abstand wichtigste Agrarrodukt Kaliforniens – weit bedeutender als Trauben, Gemüse und Getreide. Es macht in einzelnen Bezirken im Norden Kaliforniens bis zu 80 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung aus.
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