Freiburger Spital schliesst auch 2025 mit Millionenverlust ab
Das Freiburger Spital (HFR) hat das Jahr 2025 mit einem Verlust von 30,2 Millionen Franken abgeschlossen. Das Spital ist auf Sparkurs: Es nahm etwa gleich viele Behandlungen vor wie im Vorjahr und baute zugleich Stellen ab.
(Keystone-SDA) Das Defizit fällt weniger hoch aus als im Vorjahr und liegt im Bereich der Budgetvorgaben, hielt das Spital in einer Mitteilung vom Mittwoch fest. Die ambulante Aktivität nahm weiter zu, derweil blieben die Einnahmen aus der stationären Tätigkeit hinter den Budgeterwartungen zurück. Dafür sei unter anderem die Entwicklung der Tarife verantwortlich.
Das HFR steigerte den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr leicht. Er betrug 2025 rund 570,9 Millionen Franken. Die Betriebskosten sanken gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Prozent. Damit lagen sie 6,2 Prozent unter dem Budget. Hingegen fielen die Abschreibungen um 2,7 Millionen Franken höher aus als im Vorjahr.
Netto 42 Vollzeitstellen abgebaut
Im Budget 2025 war der schrittweise Abbau von 90 Vollzeitäquivalenten vorgesehen. Effektiv strich das Spital deren 73,9. Netto bot es 42 Vollzeitäquivalente weniger an als 2024, da auch neue Stellen geschaffen wurden. Dies etwa für die Eröffnung zusätzlicher Betten in der Akutgeriatrie am Standort Riaz oder für den Aufbau eines Venenzentrums am Standort Tafers. Das Spital nahm zudem die Reorganisation des Bereichs Innere Medizin vor.
Die Umstrukturierung stellte die Mitarbeitenden gemäss Jahresbericht «vor grosse Herausforderungen». Sie sei jedoch «erfolgreich gemeistert» worden, hiess es. Dennoch stieg die Abwesenheitsrate von 5,8 Prozent im Vorjahr auf 6,4 Prozent an. Die Fluktuationsrate legte ebenfalls leicht zu, von 7,9 Prozent auf 8,5 Prozent. Wie das Spital weiter schrieb, sei dieser Wert im schweizweiten Vergleich «nach wie vor niedrig».
Für das laufende Jahr hat das HFR im Budget ein Defizit von 25,6 Millionen Franken veranschlagt.