Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Unser heutiger Auslandschweizer-Artikel richtet sich explizit an junge Männer. Daneben biete ich Ihnen unter anderem auch ein Wahlbarometer mit Zündstoff an.
Herzliche Grüsse aus Bern
SRG-Wahlbarometer: Luchst die Mittepartei den Freisinnigen einen Bundesratssitz ab?
Am 22. Oktober werden wir es wissen. Dann werden am Mittag die Wahlbüros geschlossen, und es wird ausgezählt. Das vorletzte SRG-Wahlbarometer zeigt knapp sechs Wochen vor dem entscheidenden Tag einen Rutsch Richtung rechts.
«Jetzt ist das Klima für die Konservativen günstiger», analysiert der Politologe Michael Hermann im Artikel meiner Kollegin Katy Romy. Verlierer der Wahlen werden voraussichtlich die Grünen, auf deren Kosten die Schweizerische Volkspartei Sitzgewinne einstreichen wird. Am zweitstärksten bleibt die Sozialdemokratische Partei.
Spannend könnte es bei der Frage nach der drittstärksten Kraft im Land werden. Da liefern sich Die Mitte und die Freisinnig-Demokratische Partei ein Kopf-an-Kopf-Rennen, mit Vorteil Die Mitte.
Würde diese die Freisinnigen überholen, wie das die Zahlen des Wahlbarometers andeuten, wäre das ein historischer Moment: Bisher mit lediglich einem Sitz in der Landesregierung vertreten, könnte Die Mitte einen freisinnigen Sitz für sich beanspruchen, wenn es im Dezember um die Neuaufteilung der Regierungssitze im Bundesrat geht.
- Unser Artikel über das vorletzte Wahlbarometer vor dem Urnengang am 22. Oktober.
- Die Hintergründe und Parteienchecks finden Sie in unserem Dossier Eidgenössische Wahlen 2023.
- Machen Sie sich fit für eine informierte Stimmabgabe, mit unserem Crashkurs Demokratie.
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Bleiben wir gleich noch beim Bundesrat. Dieser will die Rettung von Banken gesetzlich festlegen.
Was geschieht in der Schweiz mit einer Grossbank, die in Schieflage geraten ist? Sie wird gerettet. So geschehen mit der UBS nach der Finanzkrise 2008, für die ein Hilfspaket von 60 Milliarden Franken geschnürt wurde. Das Risko war gross, aber Bund und Nationalbank haben mit dieser Rettungsaktion schliesslich sogar Geld verdient.
Die Credit Suisse hatte da weniger Glück. Sie wurde nach ihrem Absturz von der Konkurrentin UBS übernommen. Damit sollte verhindert werden, dass durch das Aus einer systemrelevanten Bank eine Panik entsteht, die auf andere Banken und Finanzplätze weltweit überspringen könnte.
Nun hat der Bundesrat heute entschieden, dass künftig das Parlament über staatliche Ausfallgarantien bei der Rettung systemrelevanter Banken entscheiden soll. Das heisst – jetzt wird’s fachspezifisch –, dass der so genannte «Public Liquidity Backstop» in ein Gesetz verankert werden soll. Dieser ist ein wichtiges Instrument, um die Stabilität des Finanzsystems in Zeiten von Krisen zu gewährleisten und schwerwiegende wirtschaftliche Auswirkungen zu verhindern.
- Die Details dazu entnehmen Sie dem Artikel in Tages-AnzeigerExterner Link.
- Was genau ist ein «Public Liquidity Backstop»? In dieser Mitteilung der Bundesbehörden finden Sie eine Erklärung dieses SteuerinstrumentsExterner Link.
Zum Studium in die Schweiz: Wird man zum Militärdienst eingezogen?
Die Antwort lautet: «Ja, aber.» Wer als junger Auslandschweizer in der Schweiz studieren will, kann zum Militärdienst eingezogen werden – für Frauen besteht keine Wehrpflicht. Das aber nur, wenn man zwischen 18 und 25 Jahre alt ist und für mehr als drei Monate in die Schweiz zurückkehrt – und bei der anschliessenden Musterung als diensttauglich eingestuft wird.
Wer keinen Militärdienst absolvieren will, kann alternativ dazu Zivildienst leisten oder eine so genannte Wehrpflichtersatzabgabe bezahlen. Letzteres auch, wer erst zwischen dem 25. und 37. Geburtstag in die Schweiz zurückkehrt, wie eine Expertin in der Schweizer Revue schreibt.
Wer allerdings in seinem Wohnland bereits Militärdienst geleistet oder Ersatzabgabe bezahlt hat, ist in der Schweiz nicht mehr dienstpflichtig und wird für die hiesige Armee nicht rekrutiert.
- Unseren Service-Artikel zum Thema Militärpflicht für Auslandschweizer finden Sie hier.
- Aus unserem Archiv: Porträt eines jungen Auslandschweizers, der für die Rekrutenschule in die Schweiz zog.
- Diese kurzen Videos erklären die wichtigsten Fragen zur Schweizer Armee.
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Der erste Flüchtlingsdelegierte des Bundes ist tot.
Sagt Ihnen der Name Peter Arbenz noch etwas? Er war in den 1980er-Jahren der erste Delegierte für das Flüchtlingswesen der Eidgenossenschaft. 1990 baute er das Bundesamt für Flüchtlinge in Wabern bei Bern auf, den Vorgänger des heutigen Staatssekretariats für Migration.
Das Schicksal von Flüchtlingen war Arbenz schon in jungen Jahren ein Anliegen. So war er bereits mit 25 Jahren in einem Hilfseinsatz in Tunesien, wie der Landbote aus seiner Heimatstadt Winterthur heute schreibt.
In späteren Jahren amtete Arbenz als Generalinspektor der UNO-Schutztruppen und Geschäftsleiter sowie Präsident von Helvetas, einer Schweizer NGO, die sich auf internationale Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe konzentriert. Nun ist Peter Arbenz mit 86 Jahren gestorben.
- Der Nachruf auf Peter Arbenz im LandbotenExterner Link.
- Eine Kurzversion finden Sie heute bei Bluewin.chExterner Link.
- Mehr Details zu Arbenz‘ Leben und WirkenExterner Link im Winterthur Glossar.
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