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Ein Kind aus Sri Lanka im Arm seiner Mutter

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizer:innen

Dass die Behörden bei Adoptionen aus Sri Lanka über den Kinderhandel vor Ort informiert waren, ist bekannt. Eine heute publizierte Studie zeigt: Auch bei den Adoptionen aus anderen Ländern ist es zu Missständen gekommen.

Beste Grüsse aus Bern

Zwei Kinder in Sri Lanka schauen in die Kamera
Keystone / Rafiq Maqbool

Bericht zeigt Unregelmässigkeiten bei den Adoptionen tausender Kinder.

Adoptivkinder, die zu Waisenkindern erklärt wurden, obwohl ihre leiblichen Eltern noch am Leben waren, Kinderhandel und andere illegale Praktiken: Zwischen 1970 und 2000 hat es bei internationalen Adoptionen wohl in mehreren tausend Fällen Unregelmässigkeiten gegeben.

Zu diesem Schluss kommt eine heute veröffentlichte Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), die im Auftrag des Bundesrats durchgeführt wurde und Adoptionen aus unter anderem Brasilien, Korea, Libanon oder Rumänien untersucht hat.

Irritierend: Die Schweizer Vertretungen in den Herkunftsländern der Kinder und die Bundesbehörden in Bern hätten laut der Studie zwar Irregularitäten bemerkt, sich aber für diesen Teil der Adoptionsabläufe nicht zuständig gefühlt.

Der Bundesrat hat den Bericht der ZHAW zur Kenntnis genommen. Er bedauere, dass die Behörden ihre Verantwortung gegenüber diesen Kindern und ihren Familien nur unzureichend wahrgenommen hätten: «Diese Versäumnisse der Behörden prägen das Leben der damals adoptierten Personen bis heute», heisst es in einer Mitteilung.

Mit diesem Bericht steht die Aufarbeitung noch am Anfang: Die tausenden Betroffenen haben nun Anspruch auf Hilfe bei der Suche nach ihrer Herkunft und der Bundesrat sieht vor, das internationale Adoptionsrecht zu revidieren.

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Frauen suchen in Mexiko nach ihren verschwundenen Kindern
Illustration: Helen James / SWI swissinfo.ch

Eine Mutter sucht nach ihren verschwundenen Söhnen.

Mehr als 110’000 Namen sind in Mexiko in einer nationalen Datenbank für Verschwundene registriert, über 52’000 Leichen liegen entweder in Massengräbern oder in staatlichen Leichenhallen. Wegen dieser «forensischen Krise» haben die mexikanischen Behörden andere Länder um Hilfe gebeten. Darunter auch die Schweiz.

Seit 2022 werden von der Schweiz aus Kurse in Forensik für mexikanische Offizielle angeboten. Die Teilnahme am Kurs ist erfolgt anonym, zu gross die Gefahr für Angehörige und Beamte, die diese forensische Arbeit übernehmen.

Einerseits würde diese Angst vor Vergeltung einige Behörden davon abhalten, Untersuchungen durchzuführen, aber Ceci Patricia Flores glaubt, dass es ihnen auch an Willen mangelt. Die Mutter von sechs Kindern hat es sich selbst zur Aufgabe gemacht, nach den Leichen von Opfern zu suchen, die gewaltsam verschwunden sind. Darunter auch nach den Leichen ihrer beiden Söhne. 2019 hat Flores das Kollektiv Madres Buscadoras de Sonora gegründet, die suchenden Mütter von Sonora.

Bis heute haben die suchenden Mütter bereits über 2000 Leichen in illegalen Gräbern gefunden.

  • Wie Ceci Patricia Flores und die «Suchenden Mütter von Sonora» nach den Gräbern suchen, sehen Sie im Artikel meiner Kolleginnen Patricia Islas, Julie Hunt und Geraldine Wong Sak Hoi.
  • Was die forensische Ausbildung beinhaltet, die von der Schweiz angeboten wird, lesen Sie im Artikel «Die Hoffnung stirbt zuletzt»: Schweiz hilft Mexiko bei der Bekämpfung des Verschwindenlassens der drei SWI swissinfo.ch-Journalistinnen.
  • Auch in einigen afrikanischen Ländern wie zum Beispiel in Kamerun unterstützt die Schweiz die Rechtsmedizin. Den Artikel von SWI swissinfo.ch finden Sie hier.
Eine weisse Piste inmitten grüner Berglandschaft
© Keystone / Jean-christophe Bott

Die Schweiz hat Aufholbedarf beim Kampf gegen den Klimawandel.

Zwar konnte sich die Schweiz im Vergleich zum letzten Jahr um einen Rang verbessern, sie verpasst allerdingt beim Klimaschutz-Ländervergleich 2023 erneut die Top 20 und belegt den 21. Rang, fünf Plätze hinter dem EU-Durchschnitt.

Abzug erhielt die Schweiz wegen des geringen Anteils an erneuerbaren Energien und für die nationale Klimapolitik, wie die Umweltschutzorganisation WWF heute mitteilte. Laut dem Climate Change Performance Index fehle es der Schweiz an Ideen, wie sie ihre Ziele erreichen könne.

Angeführt wird das Klimaranking von Dänemark, den letzten Platz belegt Saudi-Arabien. Hinter dem Ranking stehen die NGOs Germanwatch, New Climate Institute und Climate Action Network. Die 63 Länder plus EU, die bewertet worden sind, gehören zu den grössten Emittenten und seien für mehr als 90 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich.

Gabeln mit Brot in einem Käsefondue
Keystone / Jean-christophe Bott

Was für ein Käse!

Gerade gestern war ich mal wieder auf dem Weihnachtsmarkt in Basel. Und da gehört etwas immer dazu: Chäsbängel. Ein Baguette, gefüllt mit Käse. Fondue inside-out, to go. Nicht ganz einfach zu essen ohne Käseflecken auf dem Wintermantel, aber mit vorgebeugter Haltung werden Fondue-Liebhaber:innen für ihren Aufwand belohnt.

Weniger umständlich lässt sich das klassische Fondue geniessen. Käsegourmets sind bei ihren Kreationen allerdings nicht weniger innovativ. Bei der Fondue-Weltmeisterschaft werden alle zwei Jahre die Käser:innen mit den besten Rezepten gekürt. Und auch Auslandschweizer:innen mischen bei der Veranstaltung mit, wie etwa Clara Gaehwiler aus Brasilien oder Philippe Magnenat aus Kanada.


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