Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Die Lobbys und ihr Wirken im Bundeshaus: Unser heutiger Schwerpunkt beleuchtet die heimliche Macht im Land.
Herzliche Grüsse aus Bern
Wie die Lobbys im Bundeshaus ihre Macht ausspielen.
Alle umgarnten ihn: 229 Annäherungsversuche von Interessengruppen allein in den ersten zwei Monaten protokollierte ein Schweizer Finanzpolitiker nach seiner Wahl in den Nationalrat. Heute sagt er: «Man muss sich nicht der Illusion hingeben, dass wir ohne Einflüsse von aussen unsere Meinung bilden.» Aber: «Es muss offengelegt werden.»
«Am aktivsten und einflussreichsten ist die Gesundheitsbranche», schreibt mein Kollege Balz Rigendinger. Dahinter stehe ein gigantischer 80-Milliarden-Franken-Markt, den das Parlament regeln soll. Kein Wunder, wollen viele Gruppen dabei mitmischen.
Das Lobbying hat verschiedene Gesichter: Parlamentarische Gruppen, Branchenmandate, Zutritts-Badges für bestimmte Personen, Einladungen zu Lobby-Veranstaltungen, Newsletter, Briefe und Geschenke. Wenn man sehe, was für Mandate bezahlt werde, «dann ist klar, dass man in den Graubereich der Korruption kommt», sagte ein anderer Nationalrat in einer Debatte.
- Der Übersichtsartikel von Balz zum Lobbying im Parlament.
- Wie funktioniert das Lobbying in der Schweiz? Hier finden Sie die wichtigsten Lobby-Instrumente im Überblick.
- Alle 246 Abgeordneten des Schweizer Parlaments müssen angeben, für welche Organisationen sie tätig sind, wo sie Mitglied sind und wer sie bezahlt. Sehen Sie hier, wer im Nationalrat die meisten Mandate hältExterner Link.
Die Schweiz kommt beim Solarstrom gut voran.
Bis 2024 dürfte die Sonnenenergie 10% der Schweizer Stromproduktion ausmachen. Das schätzt der Tages-Anzeiger in seinem Artikel zu den neusten Zahlen zur Energiewende. Vor allem auf Hausdächern und an Fassaden sei in letzter Zeit viel installiert worden.
Der Branchenverband Swissolar zeigt sich zufrieden, hatte er doch dieses Ziel erst bis 2025 gesetzt. Derweil wird der Ruf nach Atomstrom in der Schweiz wieder lauter, wie wir gestern im Briefing berichtet haben. Die Kernenergie sei unerlässlich, um die Pariser Klimaziele für Kohlenstoffemissionen zu erreichen, heisst es.
Eine repräsentative Umfrage des Tages-Anzeigers zeigt allerdings: Die «Schweizerinnen und Schweizer wollen Solaranlagen und Wasserkraft statt AKW-Comeback«. Auch die Windkraft hat laut dieser Umfrage einen schweren Stand in der Bevölkerung.
- Der Artikel vom Tages-Anzeiger: «Schneller als erwartet: Schweiz erzielt Solarrekord»Externer Link.
- Tages-Anzeiger: Die grosse Umfrage zur EnergiestrategieExterner Link.
- Heute war die Energiewende auch Thema im Parlament: Der Nationalrat will 75 Prozent der Treibhausgas-Reduktion im Inland realisierenExterner Link, wie der Blick berichtet.
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Eine Kirche in Aarau gibt Rätsel auf.
Oft bringt erst die Baustelle für einen Neubau Zeugen aus dem Altertum wieder zum Vorschein. So geschehen in Aarau, wo im Rahmen eines Neubauprojekts an der Aare grössere Überreste der Grundmauern einer Kirche auftauchten. Bekannt war das bereits seit 1936, doch jetzt kann der gesamte Grundriss des Kirchenbaus freigelegt werden.
Wie SRF News berichtet, war die Kirche aus dem Mittelalter nicht wie üblich länglich, sondern quadratisch. Zudem holte das archäologische Team auch Schädel und weitere menschliche Knochen aus dem Boden.
Nun rätselt das Team, warum eine Kirche direkt am Wasser gebaut war, von der zudem in keinen Überlieferungen die Rede war. Auch deute nichts darauf hin, dass die Kirche zerstört worden sei, vielmehr sei sie wohl sorgfältig abgebaut worden. «Haben die Gründung der Stadt Aarau und der Bau der zentralen Stadtkirche etwas mit der Aufgabe der Telli-Kirche zu tun?», fragt SRF News.
- SRF News: «Verschwundene Kirche in Aarau gibt Rätsel auf»Externer Link.
- Im Schweizer Untergrund gibt es noch viel zu entdecken, wie dieser Artikel aus unserem Archiv zeigt.
- Manchmal führen auch Laien auf die richtige Spur. So fand ein Amateurarchäologe das erste bisher bekannte römische Schlachtfeld in der Schweiz. Lesen Sie dazu am 25. Dezember auf SWI swissinfo.ch unsere Reportage über die aktuellen Grabungsarbeiten auf diesem Schlachtfeld im Kanton Graubünden.
Wie nicht nur die Tessiner Gletscher gerettet werden könnten.
Die Folgen der globalen Erwärmung führen dazu, dass die Gletscher im Südschweizer Kanton Tessin in etwa zehn Jahren so gut wie verschwunden sein werden. Was bedeutet das für die Berggemeinden sowie für die Flora und die Fauna?
Die Antwort auf diese Fragen, und wie ein Professor für Umweltwissenschaften beim Angeln eine zündende Idee zum Schutz der Gletscher hatte, erfahren Sie hinter dem heutigen Türchen unseres Video-Adventskalenders, den wir speziell für Sie, unsere Community der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, gestaltet haben.
Jeden Tag finden Sie bei uns einen neuen Schweizer Film aus unserer Sammlung Swiss Films. Sie wurden alle von der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft SRG, der Muttergesellschaft von SWI swissinfo.ch, produziert oder koproduziert.
Falls Sie Lust auf mehr bekommen, können Sie auf der SRG-Plattform Play Suisse nach weiteren Schweizer Filmen stöbern – das Streamen ist gratis.
- Hier können Sie die Reportage «Rettung der schwindenden Tessiner Gletscher» im Adventskalender von SWI swissinfo.ch gratis streamen.
- Möchten Sie gleich wissen, welchen Vorschlag der Umweltwissenschaftler zur Rettung der Gletscher macht. Hier unser Artikel über seine Idee.
- Und schliesslich haben wir auch einen Fokus zum Thema Gletscherschmelze, den wir regelmässig aufdatieren.
- Hier finden Sie die SRG-Streamingplattform Play SuisseExterner Link, wo viele weitere spannende Filme auf Sie warten.
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