Genfer Staatspersonal protestiert zu Tausenden auf der Strasse
2500 bis 3000 Menschen haben am Donnerstag in Genf gegen die Sparmassnahmen der Regierung protestiert. Ein von Experten vorgelegter Katalog mit zusätzlichen Einsparungen in Höhe von 533 Millionen Franken hat die Unzufriedenheit der Menschen noch verstärkt.
(Keystone-SDA) Der Protestzug, der vom Parc des Cropettes aus startete und vom Gewerkschaftsbund des Staatspersonals und des subventionierten Sektors angeführt wurde, überquerte die Mont-Blanc-Brücke, bevor er die Altstadt erreichte. Die Kundgebung folgte auf eine Arbeitsniederlegung.
«Löhne unter Beschuss, Sozialleistungen in Gefahr» skandierten die Demonstrierenden, die seit November bereits zum fünften Mal auf die Strasse gingen. «Unsere unverzichtbare Arbeit, unser existenzsichernder Lohn», war auf Plakaten zu lesen.
Die im Budgetentwurf 2026 vorgesehenen Sparmassnahmen sorgen bei den Gewerkschaften für grosse Besorgnis. Sie kritisieren die Blockierung der Lohnstufen für 2026 und die drei darauffolgenden Jahre sowie das Einfrieren des Teuerungsausgleichs. Die Gewerkschaften beziffern die Lohnverluste auf bis zu 5,1 Prozent