Karl Barths Nachlass retten
Eine amerikanische Stiftung will den Nachlass des Schweizer Theologen Karl Barth durch Digitalisierung und Mikroverfilmung vor dem Zerfall bewahren.
Die US-Kulturstiftung Lilly Endowment stellt 1,1 Mio. Dollar zur Verfügung, um das Werk des 1968 verstorbenen Basler Theologen Karl Barth für die Zukunft zu erhalten. Weil die Texte aus dem Nachlass auf säurehaltigem, also nicht haltbarem Papier geschrieben sind, drohen sie nach Experten-Schätzungen in 50 Jahren verloren zu gehen.
Für die Sicherung arbeiten das Basler Karl Barth-Archiv und das Princeton Theological Seminary zusammen. Seit April 2001 sind bereits manche Dokumente gesichert worden, wie Hans-Anton Drewes, Leiter des Barth-Archivs, am Freitag bestätigte. Die insgesamt zur Verfügung gestellten 1,128 Mio. Dollar sollen in zwei Jahren verwendet werden.
Als Fundamentalismus-Kritiker interessant
Von der Summe entfallen 630’000 Dollar auf die Digitalisierung von Barths 13-bändigem Hauptwerk «Kirchliche Dogmatik», an dem er 35 Jahre gearbeitet hatte. Das Geld soll der Herstellung einer CD-ROM dienen. Weitere 250’000 Dollar stehen bereit für die Mikroverfilmung von Dokumenten bereit, die in Basel durchgeführt werden soll.
Amerikanische Theologen, so Drewes, würden sich besonders interessieren für Barth’s Art der Kritik an religiösem Fundamentalismus, weil dieser in den USA verbreitet sei.
swissinfo und Agenturen
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