Kampagne gegen Gewalt an Frauen
Heute beginnt in der Deutschschweiz die Kampagne "16 Tage gegen Gewalt an Frauen". Sie wird vom feministischen Friedensdienst cfd lanciert. Über 60 Organisationen beteiligen sich mit mehr als 70 Veranstaltungen in der Schweiz.
«Frauen erleiden Gewalt aus dem alleinigen Grund, weil sie Frauen sind und Männer sich ihre Macht erhalten wollen», sagte Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf an der Medienkonferenz zum Auftakt der Kampagne «16 Tagen gegen Gewalt an Frauen». Es sei wichtig, die Öffentlichkeit für das Thema immer wieder zu sensibilisieren. Alle Menschen seien aufgerufen, sich gegen Gewalt allgemein und gegen Gewalt an Frauen einzusetzen.
Die Kampagne gegen Gewalt an Frauen ist international koordiniert. Sie wurde vor 16 Jahren von einer amerikanischen Organisation ins Leben gerufen. Die Anfangs- und Enddaten der Kampagne sind nicht zufällig: Am 25. November 1960 ermordete der Geheimdienst der Dominikanischen Republik im Auftrag des Diktators Truillo die drei Schwestern Mirabel. Der Todestag wurde zum Gedenktag gegen Gewalt an Frauen. Der 10. Dezember ist der Tag der Menschenrechte.
«Gewalt gegen Frauen ist eine Menschenrechtsverletzung und ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko. Sie verhindert Gerechtigkeit, Entwicklung und Frieden», schreibt die cfd in einem Hintergrundpapier.
swissinfo.ch und Agenturen
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