Werkstudenten auch nach Bologna die Regel
Auch nach der Bologna-Studienreform sind immer noch drei Viertel der Studierenden an den Schweizer Hochschulen Werkstudenten. Die Unterstützung der Eltern macht jedoch durchschnittlich mehr als die Hälfte der Einnahmen aus.
Die elterliche Unterstützung bleibt noch vor dem Erwerbseinkommen die grösste finanzielle Hilfe und beträgt durchschnittlich mehr als die Hälfte der Einnahmen der Studierenden.
Der Anteil der Stipendien und Darlehen an den Einnahmen der Studierenden beläuft sich auf weniger als 10 Prozent.
Dies sind Ergebnisse der Erhebung zur sozialen und wirtschaftlichen Situation der Studierenden, die zum zweiten Mal vom Bundesamt für Statistik (BFS) im Auftrag des Staatssekretariats für Bildung und Forschung (SBF) durchgeführt wurde.
Drei Viertel der Studierenden gehen neben dem Studium einer Erwerbstätigkeit nach. 75 Prozent der Studierenden an den universitären Hochschulen (UH) und 74 Prozent an den Fachhochschulen (FH) und den Pädagogischen Hochschulen (PH) üben eine Erwerbstätigkeit aus. Die Erwerbstätigkeit beschränkt sich nicht auf die Ferienzeit.
«Die Zahlen des BFS zeigen einmal mehr die Notwendigkeit für ein harmonisiertes und ausgebautes Stipendiensystem auf nationaler Ebene auf“, sagt Anja Schuler, Vorstandsmitglied des Verbands Schweizerischer Studierendenschaften (VSS)VSS, zum Bericht.
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