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Guterres: Geldmangel des UN-Palästinenserhilfswerks verschärft sich

Keystone-SDA

UN-Generalsekretär António Guterres fordert die Mitgliedstaaten auf, eine 100 Millionen US-Dollar grosse Finanzierungslücke des Palästinenserhilfswerks der Vereinten Nationen (UNRWA) zu schliessen.

(Keystone-SDA) Trotz schmerzhafter Sparmassnahmen verhindere das Defizit, dass die Organisation ihren aktuellen Verpflichtungen nachkommen könne, sagte er in New York bei einer Geberkonferenz für UNRWA. «Ohne dringende politische und finanzielle Unterstützung der Mitgliedstaaten können sie so nicht weitermachen.»

Die Vereinten Nationen hatten das Hilfswerk im Jahr 1949 gegründet, um rund 700.000 palästinensischen Flüchtlingen zu helfen. Anspruch auf dessen Dienste haben Palästinenser, die während der Kriege 1948 und 1967 flüchteten oder vertrieben wurden, sowie ihre Nachkommen. Mittlerweile sind das nach UNRWA-Angaben rund 5,9 Millionen Menschen – und die Zahl steigt stetig weiter. Das Hilfswerk ist unter anderem auch in Jordanien und im Libanon tätig.

Der Organisation wird vorgeworfen, dass einige ihrer Beschäftigten an den Hamas-Terrorakten vom 7. Oktober 2023 in Israel beteiligt gewesen seien. Nach israelischen Angaben waren zwölf der rund 13.000 UNRWA-Mitarbeiter im Gazastreifen in den islamistisch motivierten Terrorangriff verwickelt.

Guterres zufolge wird die Lage für die Organisation zunehmend prekär. «Ich bin entsetzt über die anhaltenden Bemühungen, die UNRWA an den Rand zu drängen und zu untergraben – durch Desinformation, Verleumdungskampagnen, gesetzgeberische Massnahmen, operative Einschränkungen, diplomatische Blockaden und vieles mehr», sagte der Portugiese. Diese Massnahmen gefährdeten das Wohlergehen von Millionen Palästinensern.

Im Jahr 2025 erhielt die UNRWA laut eigenen Angaben rund 887 Millionen US-Dollar an Zusagen und 829 Millionen US-Dollar an Beiträgen, was aber nur 27 Prozent des gesamten Finanzierungsbedarfs von 3,3 Milliarden US-Dollar (2,9 Mrd. Euro) ausgemacht habe. Die USA als wichtigster Geldgeber hatten ihre Unterstützung Anfang 2025 eingestellt.

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