Iran: Chameneis Beisetzung am 9. Juli in Maschhad
Mehr als 130 Tage nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ajatollah Ali Chamenei soll am 9. Juli sein Begräbnis stattfinden. Er werde in seiner Geburtsstadt Maschhad im Nordosten des Irans beigesetzt, neben dem Mausoleum des achten schiitischen Imam Resa, gab Vizepräsident Mohammed-Resa Aref laut der Nachrichtenagentur Isna bekannt.
(Keystone-SDA) Zuvor sollen Trauerzeremonien in Teheran und in der schiitischen Pilgerstadt Ghom abgehalten werden. Da Aref zufolge Millionen Menschen erwartet werden, wurden in den drei Städten insgesamt fünf Feiertage ausgerufen.
Chamenei war Ende Februar 2026 bei einem israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Teheran getötet worden. Er wurde 86 Jahre alt. Seine Bestattung war deutlich früher vorgesehen, wurde jedoch mehrfach aus Sicherheitsgründen verschoben – auch weil die gesamte politische Führung an den Zeremonien teilnehmen müsste.
Unklar war, ob auch sein Sohn und Nachfolger Modschtaba, der bei dem Angriff schwer verletzt wurde, teilnehmen wird. Er wurde eine Woche nach dem Tod seines Vaters zum neuen Oberhaupt ernannt. Seitdem trat er jedoch nicht öffentlich auf, was Spekulationen über seinen Gesundheitszustand und seinen möglichen Tod auslöste.