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Iran vollstreckt erneut Todesurteile gegen Dissidenten

Keystone-SDA

Im Iran sind zwei weitere Männer im Zuge einer Hinrichtungswelle exekutiert worden. Laut Justizportal Mizan sollen Abolhassan Montaser und Vahid Bani-Amerian im Auftrag der oppositionellen Volksmudschaheddin Anschläge und Explosionen in Teheran geplant und durchgeführt haben. Die Justiz wirft ihnen ausserdem vor, dabei auch Raketenwerfer eingesetzt zu haben.

(Keystone-SDA) Menschenrechtsgruppen kritisieren jedoch, dass «Regimegegner» regelmässig mit diesem Vorwurf konfrontiert werden. Amnesty International spricht in den Fällen Montaser und Bani-Amerian von unfairen Verfahren und möglichen Foltergeständnissen. Sie hätten wiederholt alle Vorwürfe zurückgewiesen, gegen den Staat zu den Waffen gegriffen zu haben.

Die Volksmudschaheddin sind eine iranische Oppositionsgruppe im Exil, die seit Jahrzehnten gegen das islamische System im Iran kämpft. Da die Gruppe im Iran als Terrororganisation eingestuft wird, wurden viele ihrer Mitglieder in den letzten Jahren hingerichtet.

Im Iran sind in den ersten drei Monaten dieses Jahres nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Hengaw mindestens 160 Todesurteile vollstreckt worden.

Die iranische Justiz hatte am Dienstag angekündigt, die Todesstrafe künftig für mehr Delikte als bisher «ohne Gnade und Nachsicht» zu vollstrecken. Ausser Spionage für die USA, Israel oder andere «feindliche Staaten» sollen künftig auch Terrorhandlungen, die Zerstörung staatlicher Einrichtungen sowie Taten, die «Angst und Schrecken» in der Bevölkerung auslösen, mit der Todesstrafe geahndet werden.

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