Jugendherbergen verzeichnen 2025 mehr Nachfrage aus dem Ausland
Die Schweizer Jugendherbergen sind 2025 moderat gewachsen. Insgesamt wurden 823’949 Logiernächte verzeichnet, 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Sämtliche Bergbetriebe konnten dabei bei Individualgästen und Familien zulegen.
(Keystone-SDA) Insgesamt habe es 10’537 Übernachtungen mehr gegeben als 2024, teilte der Verein Schweizer Jugendherbergen am Dienstag weiter mit. Der Anteil der Schweizer Gäste lag bei rund zwei Dritteln. Damit bleibe der Inlandmarkt die «tragende Säule» der Schweizer Jugendherbergen.
Die internationale Nachfrage habe nach dem pandemiebedingten Einbruch auch 2025 weiter zugenommen. Zu den wichtigsten internationalen Herkunftsmärkten zählten Deutschland vor den USA, Frankreich, Grossbritannien, Südkorea und China. Besonders ausgeprägt sei das Wachstum bei Gästen aus Deutschland mit einer Zunahme von 17,8 Prozent gewesen. Auch andere europäische Märkte hätten sich positiv entwickelt.
Das Logiernächtewachstum bei den Jugendherbergen lasse sich indes in erster Linie auf neu eröffnete Betriebe zurückführen. Zudem wirkten sich 2025 die verlängerten Betriebszeiten bzw. Saisonverlängerungen gewisser Bergbetriebe positiv auf die Übernachtungszahlen aus. Die Sommersaison beginne zunehmend früher und gewinne an Bedeutung.
Die Struktur der Gästesegmente blieb gegenüber den Vorjahren stabil. Neben Individualreisenden und Familien seien Schulklassen und Gruppen mit einem Gästeanteil von insgesamt 36 Prozent am Gesamtvolumen weiterhin ein tragendes Segment.
Gastronomie wächst überproportional
Mit der Eröffnung der Jugendherberge in Martigny VS sei 2025 die Präsenz in der Westschweiz weiter gestärkt worden. Mitte Juli 2026 folge «ein weiterer Meilenstein» mit der Eröffnung eines Neubaus in Genf, der auch ein öffentlich zugängliches Restaurant umfasse. Für den Sommer 2027 sei die Inbetriebnahme der Jugendherberge in Neuenburg geplant.
Im Gastronomiebereich zeige sich ein überproportionales Wachstum: 2025 wurden rund 350’000 Mittag- oder Abendessen im Rahmen von Halb- oder Vollpensionaufenthalten verkauft. Das entspreche einer Zunahme von 6,9 Prozent.