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MÜNCHEN (awp international) - Der Börsenneuling Kabel Deutschland könnte nach dem kommenden Geschäftsjahr zum ersten Mal Geld an seine Anteilseigener überweisen. "Für das neue Geschäftsjahr 2011/2012 wollen wir erstmals eine Dividende an die Aktionäre ausschütten", sagte eine Unternehmenssprecherin der Wirtschaftszeitung "Euro am Sonntag". Angaben zur angestrebten Höhe der Zahlung machte sie aber nicht. Der Finanzinvestor Providence hatte den Kabelnetzbetreiber 2003 zusammen mit anderen Investoren von der Deutschen Telekom übernommen und im vergangenen Jahr erfolgreich an die Börse gebracht. Das Unternehmen war am Samstag zunächst nicht zu erreichen.
Der zu Providence gehörende Kabel-Deutschland-Grossaktionär Cable Holding hat seinen Anteil am grössten deutschen Kabelnetzbetreiber mittlerweile halbiert. Dadurch schrumpfte der Anteil von 45 auf rund 22 Prozent, die Holding blieb aber bisher grösster Anteilseigner. Das hoch verschuldete Unternehmen arbeitet daran, seine Verbindlichkeiten zu verringern. Im Kalenderjahr 2010 senkte der Konzern die Verschuldung um 136 Millionen Euro auf 2,9 Milliarden Euro, wie Kabel Deutschland bereits Ende Februar mitgeteilt hatte.
Die Kosten für den hohen Schuldenberg hatten das Unternehmen im dritten Quartal des Geschäftsjahrs 2010/2011 in die roten Zahlen rutschen lassen - die kräftige Nachfrage hielt das Unternehmen aber weiter auf Erholungskurs. Unter dem Strich rechnet der Konzern weiter mit einem Verlust im niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionenbereich für das Ende März ablaufende Geschäftsjahr. Die Zahlen dazu legt der Kabel Deutschland am 8. Juni vor./sbr/DP/zb

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