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Kantonsparlament spricht Mittel für Neugestaltung am Ballenberg

Keystone-SDA

Das Freilichtmuseum Ballenberg bei Brienzwiler erhält für seine Neugestaltung des Eingangsbereichs West 30,6 Millionen Franken vom Kanton. Das hat der Grosse Rat am Dienstag beschlossen. Eine Deckelung des Beitrags auf rund 27 Millionen Franken hatte im Rat keine Chance.

(Keystone-SDA) Das Museum will ein neues Besuchszentrum, ein integriertes Sammlungsdepot und ein zweigeschossiges Parkdeck realisieren. Nach bald einem halben Jahrhundert entsprächen der Eingangsbereich mit Parking und das Depot nicht mehr heutigen Ansprüchen, die Kapazitätsgrenzen seien erreicht, argumentierte der Regierungsrat.

In der Ratsdebatte am Dienstag wurde kritisiert, dass das Projekt verschiedene Kostensteigerungen erlebt habe. Hier gelte es, kritisch hinzuschauen. Eine Mehrheit der vorberatenden Bildungskommission stellte den Antrag, statt der anbegehrten 30,6 Millionen Franken lediglich rund 27 Millionen Franken zu sprechen, lief damit aber im Rat auf.

Viele Votantinnen und Votanten betonten die Bedeutung des Freilichtmuseums für das kulturelle Erbe. Es sei Kitt in der Gesellschaft und helfe mit, den Zusammenhalt von Stadt und Land zu fördern. Zudem weise der «Ballenberg» einen Eigenfinanzierungsgrad von rund 80 Prozent aus, das sei für ein Museum sehr hoch. Das Projekt sei gut und sorgfältig geplant und keine Luxuslösung.

Bei aller Begeisterung für das Museum seien Grundsätze staatlichen Handelns einzuhalten, mahnte SVP-Grossrat Samuel Krähenbühl. Es könne nicht angehen, dass alles immer mehr koste und der Kanton das dann einfach berappe.

Kulturdirektorin Christine Häsler räumte ein, dass die Kosten des Projekts mehrfach gestiegen seien. Mit einer sorgfältigen Planung hätten eben auch die Kosten immer präziser eingeschätzt werden können.

Häsler versprach, dass die Ballenberg-Stiftung die 30,6 Millionen Franken einhalten werde. Wenn sie dies nicht tue, müsse sie selber schauen, wie sie die Mehrkosten eintreibe.

Der Rat versah den Kredit noch mit der Auflage für ein Mobilitätskonzept und der Verpflichtung, die Parkplätze wirtschaftlich und nachhaltig zu bewirtschaften. Am Ende sprach der Rat den Kredit von 30,6 Millionen Franken einstimmig.

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