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Kinderärzte setzen neu auf Schweizer Daten für Wachstumskontrollen

Kinderärzte stützen sich bei der Wachstumsüberwachung nun auf Schweizer Daten
Die neuen Tabellen basieren auf Daten von über 43.000 Kindern und Jugendlichen aus allen Sprachregionen der Schweiz. Keystone-SDA

Schweizer Kinderärztinnen und Kinderärzte nutzen ab heute neue Wachstumskurven als offiziellen Standard. Sie basieren anders als die bisher genutzten Wachstumskurven auf nationalen Daten und sollen so genauer Auskunft darüber geben, ob ein Kind richtig wächst.

(Keystone-SDA) Die neuen Empfehlungen basieren auf einer der grössten Wachstumsstudien in Europa, wie das Pädiatrisch-endokrinologische Zentrum Zürich (PEZZ) am Dienstag mitteilte. Für die Erhebung wurden die Daten von über 43’000 Kindern und Jugendlichen aus allen Sprachregionen der Schweiz ausgewertet.

Ein zentraler Teil der neuen Kurve ist, dass Kinder in der Schweiz im Durchschnitt bis zu vier Zentimeter grösser sind, als es die bisherigen Referenzwerte der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nahelegten.

Durch die Anpassung an die Schweizer Verhältnisse könnten Wachstumsstörungen künftig früher erkannt werden. Dazu zählen etwa Wachstumshormonmangel, Zöliakie oder Erkrankungen der Schilddrüse. Gleichzeitig sollen durch die genaueren Daten unnötige medizinische Abklärungen vermieden werden.

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