Klimaanlage ausschalten und Treibstoff sparen
(Keystone-SDA) Dübendorf ZH – Klimaanlagen in Autos sind Spritfresser. In heissen Ländern können sie bis zu 30 Prozent des Treibstoffverbrauchs ausmachen. Aber auch im gemässigten Klima der Schweiz verursachen sie an einem typischen Sommertag einen Mehrverbrauch von bis zu 18 Prozent.
Das einfachste Mittel, um den Spritverbrauch zu reduzieren, heisst: Klimaanlage aus, wenn die Aussentemperatur nicht mehr als 18 Grad Celsius beträgt. Damit lassen sich zwei Drittel des Zusatzverbrauchs einsparen, wie die Eidgenössische Materialprüfungsanstalt (Empa) mitteilte.
Die Empa hat im Auftrag des Bundesamts für Umwelt (BAFU) das Verbrauchsverhalten von sechs modernen Personenwagen mit Diesel- und Benzinantrieb untersucht. Gemessen wurde dabei der Verbrauch mit ein- und ausgeschalteter Klimaanlage bei verschiedenen Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten.
Klimaanlagen von Autos brauchen Energie für die Verdichtung des Kühlmittels. Je stärker sie kühlen müssen, desto mehr Treibstoff benötigen sie daher. Ausserdem steigt der Verbrauch bei zunehmender Luftfeuchtigkeit. Im Jahresdurchschnitt verursachen Klimaanlagen in der Schweiz einen Mehrverbrauch von 5,4 Prozent, innerorts sogar von 10 Prozent.
Kaum bekannt sei, dass Klimaanlagen auch Energie verbrauchen, wenn es draussen kühler ist als im Fahrzeug. Im heute üblichen Automatik-Betrieb von Klimaanlagen schalten diese erst ab, wenn die Aussentemperatur unter 5 Grad Celsius sinkt, denn dann könnten die Kühlgeräte vereisen.
Bei hohen Temperaturen sei es dennoch ratsam, die Klimaanlage zu nutzen. Denn wenn es zu heiss im Auto ist, könne dies die Konzentration des Fahrers beeinträchtigen und dies stelle ein Sicherheitsrisiko dar, heisst es in der Mitteilung.
Sinnvoll ist es dagegen, Klimaanlagen bei einer Aussentemperatur von unter 18 Grad Celsius abzuschalten. Damit liesse sich der gesamte Schweizer Treibstoffverbrauch um insgesamt 2 Prozent senken, wie die Empa errechnet hat.