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Akute Hochwassergefahr gebannt

Die Lage am Gletschersee ob Grindelwald hat sich soweit entspannt, dass einige Hochwasserschutzschläuche abgebaut werden können. Die Autobahn A8 zwischen Interlaken und Brienz ging gegen Samstagmittag wieder auf.

Dennoch hat das bange Warten im Lütschinental, im Berner Oberland, kein Ende. Die Wahrscheinlichkeit eines Spontanausbruchs sei nach wie vor hoch, sagte Walter Dietrich, Regierungsstatthalter und Chef Bezirksführungs-Organisation Interlaken.

Das Seevolumen war am Freitag auf 1,8 Mio. Kubikmeter angestiegen. Die Fachleute vermuten, dass der Pegel weiter steigt. Genau sagen lässt sich das zur Zeit nicht.

Die Abbrüche von der Stiereggmoräne seitlich des Sees haben am Freitagabend hohe Wellen ausgelöst, welche die Messgeräte zerstört haben. Die Geräte sollen im Laufe des Samstags repariert werden.

Unter Beobachtung steht weiterhin auch das restliche Rutschpaket der Moräne, das in den Gletschersee zu stürzen droht. Laut den Behörden bewegt dieses sich nun allerdings langsamer. Als der Abriss am Freitag immer schneller zu gleiten begann, alarmierten die Behörden die Bevölkerung und setzten Schutzmassnahmen in Kraft. Dazu gehörte auch die Sperrung der Autobahn A8.

swissinfo.ch und Agenturen

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