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Kriens nahm 92 Millionen Franken mehr Steuern ein als erwartet

Keystone-SDA

Insbesondere dank erhöhter Steuereinnahmen hat die Stadt Kriens 2025 zum dritten Mal in Folge einen Gewinn erzielt. Die Fiskalerträge lagen um 92 Millionen Franken über dem budgetierten Betrag von 127 Millionen Franken.

(Keystone-SDA) So resultierte unter dem Strich ein Überschuss von 96 Millionen Franken, wie aus einer Mitteilung der Stadt vom Dienstag hervorgeht. Budgetiert war ein kleines Defizit von rund 14’000 Franken. Stattdessen verzeichnete Kriens das zweitbeste Ergebnis der Geschichte. Ein noch höherer Gewinn sprang nur 2024 heraus, als dieser 99 Millionen Franken betrug.

Die Stadt verfügte per Ende 2025 über ein freies Eigenkapital von mehr als 300 Millionen Franken. Der Stadtrat entschied, erneut 20 Prozent des Überschusses als Reserve für Zahlungen an den innerkantonalen Finanzausgleich zurückzustellen. Der Beitrag, den Kriens leisten muss, werde in den nächsten Jahren ansteigen.

Erträge aus Unternehmenssteuer sinken

Dies zählt der Stadtrat gemäss Mitteilung zu den Herausforderungen für Kriens. Zudem habe die Stadt im Frühling 2026 ein grosses Unternehmen – eine «wichtige Steuerzahlerin» – an die Nachbargemeinde Luzern verloren. Darum rechnet Kriens ab 2027 mit massiv tieferen Steuererträgen bei den juristischen Personen, hiess es.

Werden im laufenden Jahr Erträge aus der Unternehmenssteuer von 38 Millionen Franken erwartet, sollen es 2027 gemäss Finanzplan nur 10 Millionen Franken sein, wobei noch Nachträge aus Vorjahren anfallen könnten. Im vergangenen Jahr flossen laut der Rechnung 123 Millionen Franken Unternehmenssteuer in die Kassen der Stadt.

«Durststrecke» steht bevor

Für 2026 erwartet die Stadt nochmals einen Überschuss. Von 2027 bis 2030 rechnet sie jedoch mit roten Zahlen.

Insgesamt dürften die Fiskaleinnahmen von 219 Millionen Franken (Budget 2026) auf 105 Millionen Franken (Finanzplan 2027) zurückgehen, hiess es weiter. Deshalb rechnet Kriens 2027 mit einem Defizit von bis zu 30 Millionen Franken.

Um während der «Durststrecke» bis 2030 dennoch Investitionen in die Verkehrs- oder Altersinfrastruktur tätigen zu können, will der Stadtrat eine Anpassung des Finanzhaushaltsreglements ins Auge fassen.

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