Auslandschweizer Kinder im Bundeshaus
Bundespräsident Moritz Leuenberger hat über 30 Kinder von Auslandschweizern empfangen. Er führte die jungen Gäste aus aller Welt durchs Bundeshaus und stand ihnen Red und Antwort. Als Abschiedsgeschenk erhielt Leuenberger einen Hulla-Hopp-Reifen, der mit Flugzeugen aus den Herkunftsländern der Kinder verziert war.
Was ein Bundespräsident zum Frühstück esse, wollten die neugierigen Befrager etwa von Leuenberger wissen. Er trinke einen Liter Grüntee, antwortete der Bundespräsident. Als Hobby nannte der Vegetarier, der laut seinen Aussagen nicht nur schweizerische Spezialitäten wie Rösti mag, das Kochen.
«Lernt Sprachen, Kinder»
Leuenberger beantwortete die Fragen der Kinder aus 14 Ländern auf Deutsch, Französisch und Englisch. «Lernt Sprachen, Sprachen, Sprachen – dann kommt ihr überall durch», riet der Bundespräsident den Kindern aus der Fünften Schweiz.
Amüsiert beantwortete Leuenberger die englisch gestellte Frage, ob es ihm in Sitzungen nie langweilig sei und was er dann tun würde. «Doch, manchmal kommt es schon vor, dann sitze ich da und mache ein sehr interessiertes Gesicht.»
Als ein Kind ein deutsches Flugzeug an den als Geschenk bestimmten Hulla-Hopp-Reifen anhängte, ging der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) auf die brisanten Verhandlungen über das Luftverkehrsabkommen ein. «Die Schweiz und Deutschland haben ein bisschen Mühe miteinander», so sein Kommentar.
Zum Abschied trugen die meist mehrsprachigen Kinder das Lied «Äs wott äs Froueli z Märit gah» vor. Laut Leuenberger wird überlegt , ob dieses Volkslied nicht zur Nationalhymne gemacht werden soll. Der Text des Liedes sei bei den Schweizern fast besser bekannt als die Worte der Nationalhymne.
«Back to the roots»
Die Auslandschweizer Kinder weilen für zwei Wochen in einem Ferienlager in Caprino (TI). Die «Stiftung für junge Auslandschweizer» führt dieses Jahr neun Ferienlager für rund 300 Jugendliche durch. Die Aufenthalte sollen den Kindern den Kontakt zur Heimat ihrer Eltern oder Grosseltern ermöglichen und ihnen das Leben und die Politik in der Schweiz näher bringen.
Seit den über 70 Jahren ihres Bestehens hat die Stiftung über 90’000 Kindern Ferien in ihrer ursprünglichen Heimat ermöglicht.
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch