Blick ins Panorama – ein Bedürfnis des Menschen
Das Schweizerische Alpine Museum in Bern widmet den alpinen Panoramen eine Ausstellung: "Panorama - Augen reisen".
Das Alpenpanorama vermittle Kulturgeschichte, wecke Emotionen und digitale Träume. Panoramen entsprächen zudem einem Bedürfnis des Menschen, sein Gesichtsfeld auszuweiten und sich im Raum besser zu orientieren, teilte das Museum am Dienstag mit. Es will nun in der Ausstellung «Panoramen – Augen reisen» , in Zusammenarbeit mit dem Alpen-Club (SAC), kaum mehr bekannte Meisterwerke wieder zugänglich machen.
Das Medium Panorama erlebt heute einen neuen Aufschwung, wie das Alpine Museum schreibt. Durch die digitale Erfassung der Landschaft, durch IMAX und ähnliche Filmformate eröffneten sich faszinierende Zukunftsperspektiven.
Ursprung in Antike
Der Panoramagedanke an sich gehe bis in die Antike zurück. In neuerer Zeit werde seit dem 16. Jahrhundert mit Panorama-Ansichten experimentiert. Die grosse Blütezeit des Panoramas siedelt das Museum zwischen 1790 und 1910 an. Das alpine Dokumentarpanorama könne als kartografische Spezialität der Schweiz bezeichnet werden.
Die Ausstellung konzentriert sich auf Ansichten der Schweizer Alpen. Je nach Projektionsart wird unterschieden zwischen Vertikal-Panoramen, Vogelschau-Panoramen und Horizontal-Panoramen, zu denen die von Aussichtspunkten her bekannten Kreisring-Panoramen gehören.
SAC wegweisend
Der SAC hat bei der Entwicklung des Panoramas eine wichtige Rolle gespielt. Seit 1864 seien unter seiner Mitwirkung über 200 Panoramen erschienen. Als bedeutende Panoramisten werden Hans Conrad Escher von der Linth, Gottlieb Studer, Albert Heim und Xaver Imfeld präsentiert.
swissinfo und Agenturen
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