Erster Bundesrat an Solothurner Literaturtagen
Verkehrsminister Moritz Leuenberger ist der erste Bundesrat, der an den Solothurner Literaturtagen ein eigenes Buch vorgestellt hat. Sein Auftritt am Samstag war ein Publikumsmagnet: 700 Personen drängten in den Saal, viele blieben draussen.
Erstmals in der 30-jährigen Geschichte der Literaturtage trat mit Leuenberger ein Bundesrat auf. Er stellte sein neustes Buch «Lüge, List und Leidenschaft» vor und unterhielt sich mit Schriftsteller Peter Stamm über das Verhältnis von Literatur und Politik.
Ob Literaten sich in Politik einmischen sollten, sei eine müssige Frage, meinte Leuenberger. Weil die Literatur im Lesenden etwas auslösen wolle, sei sie ohnehin politischer Natur.
Falls ihr dies gelinge, könne Literatur Auswirkungen auf die Gesellschaft und damit auch auf die Politik haben, sagte Leuenberger.
Die 1978 gegründeten Solothurner Literaturtage sind das wichtigste Forum für das aktuelle Literaturschaffen in der Schweiz.
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