Fagan auf Kläger-Sammeltour
Der US-Anwalt Ed Fagan wirbt mit Presseaufrufen um Teilnehmer an Sammelklagen gegen schweizerische und europäische Banken, welche die Apartheid unterstützten.
Wie die Westschweizer Zeitung «Le Matin dimanche» berichtete, liess Ed Fagen in der südafrikanischen Presse entsprechende Aufrufe publizieren. Am Sonntag wurde diese Meldung von Norbert Gschwend, dem Direktor der Gloria International Multiconsulting, bestätigt.
Das in Herisau, Appenzell-Ausserrhoden, domizilierte Unternehmen hat als Partner des US-Anwalts Fagan die Annonce zur Suche nach Opfern der Apartheid mitunterzeichnet.
Sammelklage über 50 bis 100 Mrd. Dollar
Gschwend erwartet Hunderte von Antworten. Vor der Publikation der Beilage hätten sich nur gerade drei Personen beteiligt. Der Schweizer Geschäftsmann hofft, «in zwei bis drei Monaten» eine Sammelklage deponieren zu können.
Im Falle eines Sieges, glaubt er, «müssten die Banken Schadensersatz und Zinsen in der Höhe von 50 bis 100 Mrd. Dollar zahlen».
Fagan und ein Mitarbeiter des Herisauer Unternehmens reisten am Wochenende nach Südafrika, um sich mit Nichtregierungs-Organisationen zu treffen. Sie hofften auf deren Unterstützung für das Sammelklagen-Projekt gegen die Banken, sagte Gschwend. Er selber habe die Absicht, im Februar ans Kap zu reisen.
swissinfo und Agenturen
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