Grosse Kundgebung in Bern für Tibet
Rund 8000 Menschen, darunter viele Exil-Tibeter, haben am Samstag in Bern ihre Solidarität mit Tibet bekundet. An der Demonstration wurde der Bundesrat aufgefordert, den Dalai Lama offiziell zu empfangen.
Anlass für die Kundgebung war namentlich der Zwischenstopp der «Fackel für Tibet» in Bern. Die Fackel, die als Symbol für die Hoffnung der Tibeter auf Freiheit und Gerechtigkeit gilt, ist am Freitag bei Zermatt entzündet worden und soll in über 50 Städte getragen werden.
Der Bundesrat wurde aufgefordert, sich für die Freilassung aller politischen Häftlinge in Tibet einzusetzen und den Dalai Lama, das geistliche Oberhaupt der Tibeter, beim geplanten Besuch im Oktober in Bern offiziell zu empfangen. Auch soll der Bundesrat auf die chinesische Regierung Druck ausüben, damit substanzielle Gespräche mit dem Dalai Lama aufgenommen werden.
Bundesrätin Doris Leuthard wurde gebeten, bei ihrer Reise im Juli nach China die Zulassung einer internationalen Untersuchungskommission für Tibet zu fordern.
Organisiert wurde die Kundgebung von Exiltibeter-Organisationen. Die Grünen, die Sozialdemokratische Partei (SP), die Gesellschaft für bedrohte Völker und Alliance Sud unterstützten sie.
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