Handel mit gefälschten Bildern
Der Waadtländer Polizei sind vier Männer ins Netz gegangen, die mit gefälschten Bildern gehandelt haben. Es handle sich dabei um den grössten Fall von Handel mit gefälschten Bildern in der Schweiz, hiess es.
Die Behörden konnten gut 80 gefälschte Bilder beschlagnahmen, die zwischen 2005 und 2008 verkauft worden waren, sagte Polizeisprecher Jean-Christophe Sauterel.
Die Fälschungen trugen die Unterschriften von rund 40 Künstlern – darunter etwa jene von Rodolphe-Théophile Bosshard, Georges Braque, Edouard Vallet, Maurice de Vlamnick und Kees van Dongen.
Die Ermittlung gegen die Männer wurde 2007 eröffnet, als einer Lausannerin ein Werk von Giacometti entwendet worden war. Die Beschuldigten hatten das Original durch eine Kopie ersetzt. Noch im gleichen Jahr stiess die Polizei auf mehrere Fälschungen des Waadtländer Künstlers Bosshard.
Die vier Angeschuldigten legten im August 2008 Geständnisse ab. Bei den Geschädigten handelt es sich um Leute, die in der Schweizer Kunstszene verkehren. Die von der Polizei geschätzte Deliktsumme beläuft sich auf über 400’000 Franken.
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch