Phänomenaler Giacometti
Die erste Retrospektive des Schweizer Künstlers Alberto Giacometti in New York seit fast 30 Jahren ist erfolgreich zu Ende gegangen.
Die Ausstellung, die im New Yorker «Museum of Modern Art» genau einen Monat nach den Terroranschlägen vom 11. September eröffnet worden war, hat am Dienstag ihre Tore geschlossen.
Museums-Mitarbeiter Richard Turnbull sprach von einem «phänomenalen» Erfolg der Ausstellung. Das Interesse sowohl für den Künstler wie auch sein Werk sei riesig gewesen.
«Es kamen enorm viele Leute zur Ausstellung», sagte Turnbull. Die Zahl der Besucherinnen und Besucher lasse auf einen Grosserfolg schliessen.
«Die Ausstellung kam zweifellos sehr gut an. Die Besucher hatten Gelegenheit, erstmals seit seinem Tod im Jahr 1966 in New York eine Retrospektive von Giacomettis Karriere zu sehen.»
Die Retrospektive zum 100. Geburtstag Alberto Giacomettis gab den Kunstliebhabern die Möglichkeit, einen der bekanntesten Schweizer Bildhauer zu entdecken oder neu zu entdecken. Sie zeigte sein Lebenswerk von 1919 bis 1965.
Eines der bedeutendsten Bilder, das im Big Apple zu sehen war, war sein Selbstportait von 1921. Bis 1947 war es sein grösstes Gemälde und zeigt die Techniken, die der Maler von seinem Vater Giovanni Giacometti, einem nach-impressionistischen Maler, gelernt hatte.
Lange, dünne Figuren
Fast 200 Werke des Künstlers waren in Manhattan zu sehen. Seine berühmten, langbeinigen Menschenfiguren wurden gezeigt, ebenso seine Gemälde, Zeichnungen und selten ausgestellten Gips-, Holz- und Tonarbeiten.
Die Ausstellung begann mit den frühen Arbeiten des Künstlers aus seinem Heimatdorf Stampa. Es folgten Werke aus Paris, das für Giacometti bis zu seinem Tod 1966 zur zweiten Heimat wurde.
Das MoMA hat sich bereits seit 1936 für Giacomettis Kunst interessiert. Der damalige Museumsdirektor, Alfred H. Barr, kaufte eines seiner surrealistischen Meisterwerke, nämlich «Der Palast um 4 Uhr morgens» aus dem Jahr 1932.
Mit diesem Kauf wurde das MoMA zum ersten US-Museum, das ein Werk des Schweizer Künstlers besass.
swissinfo
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