«Photographische Seiltänzereien»
Schweizerisches Alpines Museum, Bern, bis 25. September 2011
Das Alpine Museum Bern zeigt in einer neuen Ausstellung die Anfänge der Hochgebirgsfotografie in der Schweiz. Zu sehen ist erstmals das Lebenswerk von Jules Beck (1825-1904), der mit einer neuen Technik die Bergfotografie revolutionierte.
Der in Biel und Bern aufgewachsene Beck, der in Strassburg eine Kurzwarenhandlung betrieb, verabschiedete sich 1866 von den aufwändigen nassen Kollodiumplatten, die eine Ausrüstung von mindestens 250 Kilogramm Gewicht erforderten. Stattdessen setzte er auf Tannin-Trockenplatten.
Damit reduzierte Beck seine Ausrüstung auf nur noch 14 Kilogramm. Die Mobilität, die er dadurch gewann, wog den Nachteil einer zehnmal längeren Belichtungszeit auf.
Das Werk Becks besteht aus 1200 Aufnahmen aus allen wichtigen Teilen des Schweizer Alpenraums und Gebirgen der Nachbarländer. Die international bedeutende Sammlung schafft ein umfassendes Bild der damaligen alpinen Touren und Landschaften.
Zu sehen sind nebst Originalfotoabzügen auch Abzüge der Originalnegativ-Glasplatten. Es handelt sich um den einzigen noch existierenden Bestand an Trockenplatten aus der Frühzeit der Bergfotografie.
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