Renommierter Basler Jazz-Veranstalter Off Beat setzt im Jahr 2000 auf Vocal-Jazz und Gitarristen
Der Basler Jazzveranstalter Off Beat blickt auf eine erfolgreiche Saison 1999 zurück: Die Konzerte waren zu 90 Prozent ausgelastet. Im Jahr 2000 dominieren Vocal-Jazz und Gitarristen das Programm. Höhepunkt ist erneut das Frühlings-Festival.
Der Basler Jazzveranstalter Off Beat blickt auf eine erfolgreiche Saison 1999 zurück: Die Konzerte waren zu 90 Prozent ausgelastet. Im Jahr 2000 dominieren Vocal-Jazz und Gitarristen das Programm. Höhepunkt ist erneut das Frühlings-Festival.
Die ehrenamtliche Off Beat-Organisation unter Urs Blindenbacher veranstaltete 1999 23 Konzerte, drei weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Zuschauer stieg jedoch um 13 Prozent auf 19’900, wie es am Montag (10.01.) an einer Medienkonferenz hiess. Davon entfielen 7’400 auf das Frühlings-Festival und 12’500 auf die übrigen Konzerte.
Finanzen im Lot
Zufrieden sind die Off Beat-Verantwortlichen auch mit den Finanzen: Bei einem Aufwand von 734’000 Franken sei man gerade “herausgekommen”, sagte Blindenbacher vor den Medien. 45 Prozent der Einnahmen stammten von Sponsoren, 55 Prozent aus Billett- und CD-Verkäufen. Für 2000 ist ein Aufwand von 739’000 Franken budgetiert.
Das am Montag vorgestellte Konzertprogramm 2000 verheisst dem Publikum Auftritte von zahlreichen internationalen Jazzgrössen. Im Zentrum stehen dieses Jahr neben Vocal-Jazz europäische Musiker und Gitarristen wie Francis Coletta und Jim Hall. Dieser tritt im Duo mit dem Bassisten Dave Holland auf.
Beginn mit “Vocal Summit”
Den Auftakt macht bereits am 16. Januar ein “Vocal Summit” mit “The New York Voices” und dem “Count Basie Orchestra”. Ihre neuen Programme werden in Basel auch die Sängerinnen Abbey Lincoln und Dee Dee Bridgewater präsentieren.
Das internationale Off-Beat-Festival geht vom 31. März bis zum 16. April über insgesamt sechs Bühnen in Basel sowie in den beiden deutschen Grenzstädten Weil und Lörrach. An zwölf Abenden treten unter anderem italienische Jazzmusiker wie Enrico Rava oder Paulo Fresu ebenso auf wie Vicentze Amigo und das Flamenco Jazz-Oktett aus Spanien. Angesagt sind für das Festival auch die Saxonfonisten Maceo Parker, Ravi Coltrane, Kenny Garrett und John Surman. Programmiert ist zudem ein Wiedersehen mit dem Buena-Vista-Social-Club-Star Omara Portuondo. Für den Abschluss des Festivals wurde der Vocalakrobat Bobby McFerrin verpflichtet.
Zu den konzeptionellen Innovationen von Off Beat für das laufende Jahr zählt neben dem Tinquely-Museum als neuem Spielort eine Partnerschaft mit der Basel Sinfonietta, die das “Portrait Mathias Rüegg” aufführt. Es handelt sich dabei um ein Auftragswerk des Gründer und Leaders des Vienna Art Orchestra. Mehr Gewicht wollen die Off Beat-Organisatoren, die seit Jahren eng mit der Jazz Schule Basel zusammenarbeiten, auch dem Schweizer Jazz beimessen. Geplant ist unter anderem eine Begegnung der beiden Schweizer Pianisten Thierry Lang und George Gruntz.
SRI und Agenturen
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