SRG- Generaldirektor fordert höhere Filmkredite
Der Generaldirektor der SRG, Armin Walpen, hat am Montag (07.08.) am Filmfestival in Locarno eine deutliche Aufstockung der Filmförderung des Bundes gefordert. Die Film- Branche rief er zur Beilegung ihrer internen Streitereien auf.
Armin Walpen, der Generaldirektor der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG), ist der derzeit grösste Filmförderer der Schweiz. Nach der letztjährigen massiven Erhöhung der SRG- Gelder kann er erste Erfolge aufweisen.
Für Walpen ist Film nicht nur kulturelle Identität, sondern auch Geschäft, wie er am Montag am traditionellen Empfang der SRG am Filmfestival in Locarno erklärte. In einem flammenden Aufruf drängte er Bundesrat und Parlament, den Eidgenössischen Filmkredit nun ebenfalls zu erhöhen.
Die SRG hatte vor einem Jahr fast die Verdoppelung ihrer jährlichen Subventionen für den Schweizer Film von 9,3 Mio. auf 16,5 Mio. Franken bekannt gegeben. Walpen forderte den Bund auf, jetzt mit der SRG gleichzuziehen, um das Gleichgewicht zwischen den beiden wichtigsten Filmförderern der Schweiz wieder herzustellen.
Gleichzeitig tadelte er die am Empfang zahlreich anwesenden Filmschaffenden für ihre «miserable Lobbyarbeit». Es ginge nicht an, das Lobbying nur Bundesrätin Dreifuss und dem Bundesamt für Kultur zu überlassen. Die Filmbranche sei viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt und pflege ihre «innigen Feindschaften», sagte der SRG-Chef.
Walpen forderte die Anwesenden auf, sich gegenseitig zu unterstützen und nicht zu «bejammern und zu bemitleiden». Es sei an der Zeit, eine «gefürchtete Pressure- Group» zu werden. «Ich bin bereit mitzuhelfen», schloss Walpen seine vielbeachtete Rede.
swissinfo und Agenturen
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