SRG SSR idée suisse: solide und erfolgreich
Die SRG SSR idée suisse zieht eine positive Bilanz des Jahres 2000. Mit ihren Programmen sei sie in allen Sprachregionen trotz der starken internationalen und nationalen Konkurrenz weiterhin Marktführerin. Bei einem Umsatz von 1,5 Mia. Franken weist sie einen Überschuss von 24,5 Millionen aus.
Die SRG SSR idée suisse (SRG), zu der auch swissinfo/SRI gehört, musste sich im vergangenen Jahr intensiv mit ihrer Aufgabe und der Zukunft auseinandersetzten. Diskussionen löste das geplante revidierten Radio- und Fernsehgesetz aus, bei dem es vor allem um den Service public der gebührenfinanzierten SRG geht.
Die SRG gab in Bern die Strategie für die nächsten Jahre bekannt: Sie besteht aus einer konsequent auf den Auftrag orientierten Unternehmenspolitik. Neue Technologien und neue Angebote nutzt die SRG SSR zur Stärkung des Service public.
Service public geht vor
«Das strategische Ziel der SRG ist die bestmögliche Wahrnehmung des Service public, der Idée suisse», erklärt Generaldirektor Armin Walpen. Da sich die Rahmenbedingungen fortlaufend verändern, hat die Geschäftsleitung SRG SSR die 1997 publizierte Strategie überprüft und den neuen Bedingungen angepasst.
Unverändert bleibe die konsequent am Service public orientierte Grundhaltung sowie die pragmatische, umsichtige Geschäftspolitik, sagte Walpen.
Trotz starker Konkurrenz habe sich die SRG als Marktführerin behauptet. Auch finanziell stehe sie mit einem Gewinn von 24,5 Mio. Franken auf solider Basis. Die Vernehmlassung zum RTVG (Radio- und Frsehgesetz) habe gezeigt, dass eine starke SRG und ein akuteller Service public Unterstützung in weiten Kreisen genössen.
Gebührensplitting nur gegen Radiowerbung
Bei der Ausarbeitung des Gesetzes gelte es, konsequent zu liberalisieren, zu konsolidieren und zu finanzieren. Die privaten Veranstalter sollten aus der Unterstellung unter das Rundfunkrecht entlassen werden, empfahl Walpen dem Gesetzgeber. Ein Gebührensplitting zwischen SRG und Privatradios käme nur in Frage, wenn das Werbeverbot für Radio DRS wegfalle.
Im Bereich Multimedia sieht die SRG eine enge Koppelung an das traditionelle Programmangebot vor. Die SRG werde sich bei der Technik vor Abenteuern hüten und sich auf Standard-Lösungen beschränken. Armin Walpen: «Insbesondere die Multimedia-Dienste werden als Service-Leistungen zu den Programmen entwickelt».
swissinfo und Agenturen
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