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Stars bitten um Spenden für Opfer der Terror-Anschläge

Tom Cruise und Penelope Cruz (vorne), sowie Silvester Stallone und Reba McEntire, nehmen am Telefon Spendenangebote entgegen. Keystone

Die berühmtesten US-Stars aus der Musik- und Film-Szene haben mit einer gigantischen TV-Show zu Spenden für die Opfer der Anschläge in den USA aufgerufen. Millionen von Menschen auf der ganzen Welt verfolgten die Show in der Nacht zum Samstag am Fernsehen und im Radio.

Während der Show «America: A Tribute to Heroes» (Amerika: Ein Tribut für Helden) erinnerten die Stars in Kurzgeschichten an heldenhafte Helfer und tragische Einzelschicksale im Zusammenhang mit den Anschlägen vom 11. September.

Angst vor Anschlägen

Aus Furcht vor möglichen Anschlägen fand die Gala allerdings ohne direktes Publikum an geheimen Orten zugleich in New York und Los Angeles statt.

Statt Applaus füllte betretenes Schweigen die Pausen zwischen den Auftritten. Die Bühnen waren in gedämpftes Licht getaucht. Im Hintergrund flackerte ein Kerzenmeer.

Erstmals in der amerikanischen Fernseh-Geschichte schlossen sich 31 Fernseh-Sender zusammen und strahlten die werbefreie Show gemeinsam aus. Sie wurde von mehr als 8’000 Radiosender übertragen und war auch im Internet zu sehen. In 156 Ländern der Welt konnte das Programm verfolgt werden.

«My City of Ruins»

Rocksänger Bruce Springsteen sang zur Eröffnung der Gala «My City of Ruins» und Popdiva Mariah Carey trat das erste Mal seit ihrem Zusammenbruch Ende Juli auf. Schauspieler Tom Hanks sagte zu Beginn der zweistündigen Show, sie alle seien zusammengekommen, «um Mut zu geben und hoffentlich viel Geld zu sammeln».

Die Zuschauer und Zuschauerinnen wurden aufgefordert, anzurufen und für die Opfer der Anschläge und deren Hinterbliebenen zu spenden. Bereits innerhalb weniger Stunden gingen mehr als 116 Mio. Dollar Spenden ein. An den Telefonen sassen unter anderem Jack Nicholson, Whoopi Goldberg, Tom Cruise und Sylvester Stallone.

«Der Islam ist für Frieden…»

Unter den Gästen waren die Popmusiker Stevie Wonder, Country- Musiker Willie Nelson, U2, Limp Bizkit, Sheryl Crow, Sting, Billy Joel sowie die Schauspieler Julia Roberts, Robert DeNiro, Tom Hanks und George Clooney.

Der an der Parkinson-Krankheit leidende frühere Boxweltmeister Muhammad Ali trat gemeinsam mit Schauspieler und Sänger Will Smith auf. «Ich bin seit 20 Jahren Moslem. Ich will, dass die Welt die Wahrheit über den Islam erfährt. Der Islam ist für Frieden», sagte Ali. Smith wird Ali demnächst in einem Film spielen.

Der mehrfache Oscar-Preisträger Robert de Niro brach eine Lanze für die Religionsfreiheit. Auch die freie Meinungsäußerung und Freiheit von Not und Angst gehörten zu den Werten, die standhaft verteidigt werden müssten.

Erinnerungen an Live-Aid

Die Show weckt Erinnerungen an die grossen Benefiz-Shows der 80er Jahre: Damals nahm Bob Geldof mit britischen Musikern die Single «Do They Know It’s Christmas» auf, deren Erlös an hungerleidende Menschen in Äthiopien ging. 1985 organisierte er das Benefiz-Konzert «Live Aid», bei dem im Londoner Wembley Stadium und in Philadelphia Grössen des internationalen Musikbusiness spielten.

swissinfo und Agenturen

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