Verkauf «Radio 24» noch nicht definitiv
Noch ist der Verkauf von Roger Schawinskis Medien-Unternehmen an den Zürcher Medienkonzern Tamedia nicht unter Dach und Fach. Das letzte Wort liegt bei der Wettbewerbs-Kommission. Eine Vorprüfung ist derzeit im Gang.
Die Übernahme von «Radio 24» und «TeleZüri» durch die Tamedia AG sei der Wettbewerbs-Kommission (WEKO) ordentlich gemeldet worden, sagte Rolf Dähler von der WEKO. Er bestätigte Medienberichte, wonach die Vorprüfung demnächst abgeschlossen sein soll.
Falls die WEKO Probleme aus wettbewerbsrechtlicher Sicht wittert, wird sie eine vertiefte Prüfung einleiten, so Dähler. Diese könne bis zu vier Monate dauern. Sollten sich Anzeichen für eine marktbeherrschende Stellung häufen, kann die Kommission Auflagen machen, Bedingungen stellen oder im Extremfall den Zusammenschluss verbieten.
Warten auf grünes Licht
Die eigentliche Übernahme und die operative Inbetriebnahme der beiden Sender könnten erst stattfinden, wenn die WEKO grünes Licht gebe, sagte Peter Hartmeier, Unternehmenssprecher bei der Tamedia, auf Anfrage.
Bis dahin bleibe die Verantwortung bei Roger Schawinski. «Die jetzige Situation ist unangenehm, insbesondere für die Journalisten, die bei den betroffenen Sendern arbeiten», sagte Hartmeier.
Die Tamedia habe «sehr gute Argumente» dafür, wieso der Kauf möglich sein sollte. Die Meinungsvielfalt könne letzlich am besten garantiert werden, wenn Printtitel und Sender von starken Unternehmungen herausgegeben würden.
Auch Befürchtungen von Konzernjournalismus sind laut Hartmeier unberechtigt: Die Tamedia-Titel und Sender seien völlig unterschiedlich und hätten auch unterschiedliche Zielgruppen.
swissinfo und Agenturen
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